Beobachtetes Signal · 21. Juli 2026 · Research Report · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Rechenzentren: US-Strombedarf soll bis 2035 vervierfachen
Eine Prognose von BloombergNEF zeigt, dass US-Rechenzentren bis 2035 voraussichtlich ein Fünftel des gesamten US-Stroms verbrauchen werden – rund viermal so viel wie heute. Getrieben wird diese Entwicklung durch den massiven Boom bei AI-Workloads und Compute. Die Kapazität von Rechenzentren soll im kommenden Jahrzehnt auf fast 200 Gigawatt steigen, wobei knapp die Hälfte auf AI-Training und -Inferenz entfällt. Bis 2033 dürften die USA 64 Prozent der weltweiten Leistungsnachfrage für AI-Chips ausmachen. Die aktualisierte Schätzung liegt 83 Prozent über der vorherigen Prognose; auch EPRI und S&P haben ihre Werte drastisch nach oben korrigiert. Große US-Stromnetze wie PJM und ERCOT stehen vor massiven Belastungsproben, was zu höheren Strompreisen, Engpässen bei Netzanschlüssen und neuen Herausforderungen für die Nachhaltigkeitsstrategien der gesamten Branche führt.
Der massiv steigende Strombedarf von Rechenzentren wird regionale Netze stark belasten, die Strompreise treiben und die Standortwahl sowie Nachhaltigkeitsstrategien in der gesamten Tech- und Infrastrukturbranche maßgeblich beeinflussen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- BloombergNEF prognostiziert, dass Rechenzentren bis 2035 ein Fünftel (20 %) des US-Stroms verbrauchen werden – das Vierfache des aktuellen Anteils.
- AI-Compute treibt die Rechenzentrumskapazität im nächsten Jahrzehnt auf fast 200 Gigawatt, wobei knapp die Hälfte auf Training und Inferenz entfällt.
- Bis 2033 werden die USA voraussichtlich 64 % der AI-Chips nach Leistungsbedarf beherbergen.
- Die BloombergNEF-Prognose für den Strombedarf 2035 liegt 83 % über der Dezemberschätzung; EPRI hat seine Prognose mehr als verdoppelt und S&P steigerte sie um über ein Drittel.
- PJM könnte 34 % und ERCOT 22 % ihres Stroms an Rechenzentren liefern; im PJM-Kapazitätsmarkt machten Rechenzentren 38 % der Kosten aus, während die Strompreise um 76 % im Jahresvergleich stiegen.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“EPRI, an electrical industry nonprofit, has more than doubled its 2024 estimate, while S&P’s forecast rose by more than a third between Octo...”
“Tim De Chant is a senior climate reporter at TechCrunch....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Stromversorgung wird zum primären Engpass für KI-Infrastruktur
Eine aktuelle Analyse verdeutlicht, dass sich der entscheidende Flaschenhals der KI-Industrie im Jahr 2026 von der Chipverfügbarkeit auf die Stromversorgung verlagert. Gestützt auf den IEA-Bericht von April 2026 stieg der weltweite Strombedarf von Rechenzentren 2025 um 17 %, während dedizierte KI-Infrastrukturen ein Wachstum von 50 % verzeichneten. Die IEA prognostiziert einen Anstieg des Gesamtverbrauchs von Rechenzentren von 485 TWh im Jahr 2025 auf rund 950 TWh bis 2030. Kapital allein reicht nicht aus, um die erforderlichen Gigawatt-Kapazitäten bereitzustellen. Strompreise, Netzanschlusszeiten und Direktabnahmeverträge (Behind-the-Meter) bestimmen zunehmend die Projektökonomie. Für die kommenden drei Jahre ergeben sich daraus weitreichende Konsequenzen für Turbinenhersteller, Energieerzeuger, Standortauswahlen und Investoren.
US-Rechenzentren: Erdgasverbrauch übertrifft bis 2035 Deutschland und Japan zusammen
Ein neuer Bericht von BloombergNEF prognostiziert, dass US-Rechenzentren bis 2035 täglich rund 18 Milliarden Kubikfuß Erdgas verbrauchen werden – fast doppelt so viel wie zuvor erwartet und mehr als der kombinierte Bedarf von Deutschland und Japan. Dieser massive Nachfrageanstieg wird sowohl durch Onsite-Kraftwerke als auch durch netzgebundene Data Center getrieben, wobei Letztere bis 2035 voraussichtlich 15 Milliarden Kubikfuß pro Tag beitragen. Der Boom droht die Erdgaspreise in die Höhe zu treiben und die täglichen Treibhausgasemissionen um 1 Million Tonnen zu erhöhen. Um Engpässe im öffentlichen Stromnetz zu umgehen, planen Tech-Giganten wie Meta, Microsoft, Google und Amazon vermehrt eigene Gaskraftwerke. Analysten von Noreva warnen, dass die Annahme stabiler Gaspreise trügerisch sein könnte, was letztlich auch regulierte Endverbraucher belasten dürfte.
Solar dominiert bis 2035: KI-Rechenzentren stützen fossile Energieträger
Ein von TechCrunch zitierter Bericht von BloombergNEF prognostiziert, dass Solarenergie bis etwa 2035 zur weltweit größten Stromquelle aufsteigen wird, getrieben durch rapide sinkende Kosten und industrielle Skalierung. Gleichzeitig warnt die Analyse davor, dass der massive Strombedarf von KI-Rechenzentren und die fortschreitende Elektrifizierung erhebliche Neukapazitäten erfordern – einschließlich signifikantem Zubau bei Erdgas und Kohle, da fossile Kraftwerke die notwendige 24/7-Grundlast liefern können. BloombergNEF erwartet, dass Rechenzentren technologieübergreifend massive Kapazitätserweiterungen auslösen und fossile Energieträger bis 2050 rund 51 % der zusätzlichen Stromerzeugung für Data Center decken werden. Alternative Technologien wie Langzeit-Batteriespeicher, Geothermie und Kernkraft könnten diesen Mix jedoch beeinflussen. Als strategisches Beispiel wird Google genannt, das für 1 Milliarde US-Dollar 100-Stunden-Batterien von Form Energy beschafft, um die Abhängigkeit von fossiler Grundlast zu reduzieren.
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