Beobachtetes Signal · 17. Juni 2022 · Funding · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Tschechischer E-Food-Riese Rohlik sichert sich 220 Millionen Euro in Series D
Die tschechische Online-Supermarkt-Gruppe Rohlik, Mutterkonzern des österreichischen gurkerl.at und des deutschen knuspr.de, hat trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds 220 Millionen Euro in einer Series-D-Finanzierungsrunde eingeworben. Als neuer Investor stieg die belgische Beteiligungsgesellschaft Sofina ein. Rohlik betreibt E-Food-Plattformen in Tschechien, Österreich, Ungarn und Deutschland; Expansionen nach Hamburg, Mailand, Bukarest und Madrid sind in Vorbereitung. In Tschechien und Ungarn agiert das Unternehmen profitabel und erwirtschaftete 2021 mit rund einer Million Kunden einen Umsatz von 500 Millionen Euro. Laut CEO Tomáš Čupr soll das frische Kapital die Marktführerschaft festigen. Die Finanzierung erfolgt vor dem Hintergrund eines verschärften Wettbewerbs mit Quick-Commerce-Anbietern wie Flink und Gorillas, an denen sich bereits traditionelle Handelsriesen wie Carrefour und REWE beteiligt haben.
Bedeutende 220-Millionen-Euro-Finanzierung für einen führenden europäischen E-Food-Akteur auf Expansionskurs, was den Konsolidierungs- und Wettbewerbsdruck im E-Commerce- und Retail-Ökosystem weiter verstärkt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die Rohlik Group hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über 220 Millionen Euro abgeschlossen.
- Die belgische Investmentgesellschaft Sofina beteiligt sich neu als Investor.
- Rohlik betreibt Online-Supermärkte in Tschechien, Österreich, Ungarn und Deutschland.
- Das Unternehmen arbeitet in Tschechien und Ungarn bereits profitabel.
- 2021 erzielte Rohlik mit rund einer Million Kunden einen Gesamtumsatz von 500 Millionen Euro.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Quick-commerce delivery service competing with Rohlik; Carrefour and REWE have invested in Flink....”
“Belgian investment company that joins Rohlik's Series D round, previously invested in CoachHub, Graphcore, SellerX, and Dott....”
“French retail giant Carrefour invested in quick-commerce delivery service Flink....”
“German retail group REWE is already invested in Flink....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
DIG Ventures schließt 106-Millionen-Euro-Fonds III für europäische KI-Startups
DIG Ventures, die von MuleSoft-Gründer Ross Mason gegründete Londoner Venture-Capital-Firma, hat ihren dritten Fonds mit 106 Millionen Euro (120 Millionen US-Dollar) geschlossen. Der Fonds wird 30 europäische Pre-Seed- und Seed-Unternehmen unterstützen, die sich auf KI-Kontrollpunkte konzentrieren: Daten, Identität, Compliance und Orchestrierung. Zu den institutionellen LPs gehören Horsley Bridge, Sofina, Granite und eine führende US-Universitätsstiftung, sowie unternehmerische LPs von Slack, Datadog, Nord Security, Cast AI, Supercell und Dash0. Das Unternehmen plant, die meisten Runden anzuführen und Gründern den Markteintritt in die USA zu erleichtern. Zum Fund-II-Portfolio gehören Dash0, das nach einer 110-Millionen-Dollar-Series-B zum Einhorn wurde, und Taktile, das eine 110-Millionen-Dollar-Series-C unter der Leitung von Goldman Sachs einsammelte.
Cyberangriff auf Flink: Hacker fordern Lösegeld direkt von Kunden
Nach einem Cyberangriff auf den Schnelllieferdienst Flink haben Hacker persönliche Daten von rund einer Million Kund:innen und 13.000 Mitarbeitenden erbeutet. Da Flink sich weigert, zu verhandeln oder Lösegeld zu zahlen, fordern die Angreifer nun direkt einzelne Kund:innen per E-Mail zur Zahlung von 0,005 Ether (ca. 11,50 Euro) auf, um die Daten nicht zu verkaufen. Diese 'Triple Extortion'-Taktik ist im deutschsprachigen Raum ungewöhnlich. Die gestohlenen Daten umfassen Namen, E-Mail-Adressen, Postanschriften und Telefonnummern, möglicherweise auch Lieferdetails. Flink hat den Vorfall gestoppt, der über ein kompromittiertes Konto eines ehemaligen Mitarbeiters erfolgte, und arbeitet mit Forensik-Experten und Behörden zusammen. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass Kund:innen Schadenersatz nach DSGVO fordern können, insbesondere nach einem Urteil des BGH, das den Kontrollverlust über Daten als ersatzfähigen Schaden anerkennt.
Uber Eats, Wolt, Flink und Lieferando dominieren deutschen Quick Commerce
Eine YouGov-Studie zeigt, dass 37 % der deutschen Verbraucher Quick-Commerce-Dienste für Lebensmittel und Alltagsprodukte nutzen, wobei die Nutzung bei jüngeren Zielgruppen am höchsten ist. Die Bekanntheit von Flink hat sich seit 2021 auf 36,5 % verdoppelt und liegt damit vor Wolt (33,7 %), aber hinter Uber Eats (50,4 %). Bei der Kaufabsicht führt Lieferando mit rund 20 %, gefolgt von Uber Eats (6,9 %) und Flink (6,5 %), während Wolt bei 3 % liegt. Die Studie unterstreicht die wachsende Bedeutung von Quick Commerce als festen Bestandteil des digitalen Einkaufs in Deutschland.
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