Beobachtetes Signal · 28. Juli 2026 · Interview · Quelle: Hello Partner · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Creator-Marketing muss zu seinen kreativen Wurzeln zurückkehren
Auf dem CreatorFest 2026 kritisierten Emily English (Ernährungswissenschaftlerin und Gründerin von Epitome) und Sasha Jeppesen (Head of Influencer and Creative bei Charlie Oscar), dass das Creator-Marketing zu stark auf kurzfristigen ROI und algorithmusgetriebene Trends fixiert ist, was zu kreativer Ermüdung führt. Sie empfehlen Marken eine Neuausrichtung auf klare Strategie, Messbarkeit und Content-Redistribution, wobei die organische Passung zwischen Marke und Creator im Vordergrund stehen und emotionale, weniger stark produzierte Inhalte bevorzugt werden sollen. Beide prognostizieren, dass die nächste große Wachstumsphase der Creator Economy in Creator Intellectual Property (IP) liegen wird, bei der Creator eigene Marken aufbauen und Agenturen versuchen, dieses IP über gesponserte Posts hinaus zu monetarisieren.
Thought Leadership zur strategischen Verlagerung hin zu Creator-owned IP und kreativen Ansätzen; relevant für Marken, Agenturen und Creator-Plattformstrategien, jedoch keine grundlegende Änderung von Plattformen oder Richtlinien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Emily English ist Ernährungswissenschaftlerin, Kochbuchautorin und Gründerin von Epitome.
- Sasha Jeppesen ist Head of Influencer and Creative bei der Social-Agentur Charlie Oscar.
- Auf dem CreatorFest 2026 forderten sie eine Rückkehr zu kreativen Inhalten und einem Fokus auf Strategie, Messbarkeit und Content-Redistribution.
- Beide prognostizieren, dass 'Creator Intellectual Property (IP)' in den kommenden 12 bis 18 Monaten die nächste große Grenze für Creator sein wird.
- Charlie Oscar veröffentlichte einen Branchenbericht, auf den Sasha Jeppesen in der Diskussion verwies.
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CreatorFest 2026: Creators übernehmen die zentrale Bühne
Das von Hello Partner organisierte zweitägige CreatorFest 2026 brachte Creator, Marken, Influencer-Marketer und Talent-Manager zusammen. Zu den Speakern gehörten unter anderem Mia McGrath (Frugal Chic), Alex Hick (LADbible), Dom Smales (GloMotion Studios) und Annabel Harris (The Goat Agency). Im Fokus standen die stärkere Kontrolle der Creator über ihre Karrieren, mutigere Markenauftritte mit weniger skriptbasierten Briefings sowie die Professionalisierung von Creator-Businesses hin zu nachhaltigen Unternehmen mit diversifizierten Einnahmequellen. Weitere Themen waren Content-Recycling zur Verlängerung der Halbwertszeit, die Kombination von Content-Karrieren mit regulären Jobs sowie neu gedachte Partnerschaften zwischen Marken und Creatoren. Ergänzende Showcases beleuchteten Monetarisierungserfolge. Der optimistische Event-Rückblick liefert wertvolle Einblicke für Creator, Marken und Agenturen im Hinblick auf das CreatorFest 2027.
Creator treiben die Entertainment-Ära im modernen Marketing voran
Auf den Cannes Lions 2026 vollzogen Creator den Wandel von peripheren Kampagnen-Akteuren zu zentralen Marketingpartnern. Talentagenturen, Marken und Kreativagenturen behandeln Creator zunehmend als vollwertige Medienpartner, Produktionsstudios und IP-Inhaber. Branchengrößen wie UTA, OpenAI, Bose, L'Oréal, Kraft Heinz und Unilever betonten, dass Creator die notwendige Authentizität, kreative Exekution und Zielgruppenbindung liefern, die klassische Medien allein kaum noch garantieren. Werbetreibende setzen verstärkt auf langfristige, operative Engagements mit sechs- bis zwölfmonatigem Episoden- oder Always-on-Content anstelle punktueller Posts. Obwohl Creator den direkten ROI ihrer Cannes-Präsenz als gemischt bewerten, überwiegt der strategische Wert des Beziehungsaufbaus für künftige kommerzielle Partnerschaften an der Schnittstelle von Marketing und Entertainment.
Cannes Lions: Creator fokussieren sich auf Briefings statt Partys
Bei den Cannes Lions 2026 traten Creator mit klarer kommerzieller Absicht auf: Marken und Talents nutzen das Festival zunehmend als Arbeitswoche für Briefings, Pilotprojekte und Vertragsabschlüsse statt als reines Networking-Event. MediaLink veranstaltete ein exklusives Dinner für über 70 Creator, was deren wachsende Rolle als strategische Partner mit redaktioneller Urteilskraft und Reichweite unterstreicht. Führungskräfte von Unilever, Bose und P&G berichteten von einer Transformation hin zu langfristigen, gemeinsam entwickelten Partnerschaften und internen Umstrukturierungen zur Operationalisierung von Creator-Beziehungen. Creator und Manager pitchen vermehrt „Creator-native“ Ansätze wie kontinuierliches Always-on-Storytelling und den Aufbau von IP, während Werbetreibende nach Skalierbarkeit und messbaren Ergebnissen verlangen. Eine zitierte McKinsey-Studie zeigt zudem ein hohes KI-Interesse im Marketing, dem jedoch noch eine unzureichende Wertschöpfung und geringe operative Workflow-Integration gegenüberstehen.
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