Beobachtetes Signal · 29. Apr. 2026 · Court Ruling · Quelle: techcrunch · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Gericht belässt Änderungen bei App-Store-Zahlungslinks aktiv
Der US-Berufungsgerichtshof für den neunten Gerichtskreis hat dem Antrag von Epic Games stattgegeben und eine frühere Aussetzung aufgehoben. Apple muss Entwicklern weiterhin gestatten, Links zu externen Zahlungsoptionen in iOS-Apps einzubinden, ohne dafür Provisionen zu erheben. Diese Entscheidung kippt eine frühere Verfügung, die die Anpassungen im App Store vorübergehend gestoppt hatte, während Apple eine Prüfung durch den Supreme Court anstrebte. Epic hatte Apples Vorgehen als Verzögerungstaktik kritisiert. Das Gericht befand, dass Apple keinen hinreichenden Grund für einen unumkehrbaren Schaden bei Beibehaltung der Regeln darlegen konnte. Der Rechtsstreit steuert auf eine mögliche Überprüfung durch den Supreme Court zu. Das endgültige Urteil wird bestimmen, ob und wie Apple Gebühren für Käufe erheben darf, die außerhalb des U.S. App Store getätigt werden, was weitreichende Folgen für das gesamte App-Ökosystem hat.
Eine bundesstaatliche Berufungsgerichtsentscheidung zu den Zahlungsregeln eines Major-Platform-Anbieters (Apple) hat fundamentale Auswirkungen auf Entwicklererlöse, Plattform-Provisionsrichtlinien und die breitere App-Ökonomie, zumal das Verfahren voraussichtlich den Supreme Court erreichen wird.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das US-Berufungsgericht für den neunten Gerichtskreis gab dem Antrag von Epic Games auf Wiedererwägung statt und hob eine frühere Aussetzung auf.
- Apple muss Entwicklern folglich weiterhin erlauben, Links zu externen Zahlungsoptionen in Apps zu nutzen, ohne Provisionen auf diese externen Käufe zu erheben.
- Eine zuvor erwirkte, temporäre Aussetzung der App-Store-Änderungen während Apples Bemühungen um eine Supreme-Court-Prüfung wurde damit rückgängig gemacht.
- Das Berufungsgericht stellte fest, dass Apple keinen triftigen Grund oder unumkehrbaren Schaden nachweisen konnte, der die Aufrechterhaltung des früheren Aufschubs rechtfertigt.
- Der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games steuert auf eine mögliche Prüfung durch den Supreme Court zu; das finale Urteil klärt Apples Gebührenansprüche für Transaktionen außerhalb des U.S. App Store.
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Apple zieht im Streit um externe App-Store-Zahlungen vor den Supreme Court
Apple hat den U.S. Supreme Court angerufen, um ein Berufungsurteil des Ninth Circuit überprüfen zu lassen, das die Provisionsstrukturen für externe Zahlungen in App-Store-Apps einschränkt. Gleichzeitig beantragt das Unternehmen die Aussetzung einer Missachtungssanktion vom Dezember 2025. Das Gericht hatte moniert, dass die von Apple erhobene Provision von 27 Prozent auf externe Zahlungssysteme die gerichtliche Auflage untergräbt, externe Zahlungslinks zuzulassen. Der Rechtsstreit geht auf Epic Games und das Jahr 2020 zurück, als Fortnite externe Zahlungsoptionen einführte, um App-Store-Gebühren zu umgehen. Während Epic die Gebühr als Umgehung der Gerichtsvorgabe kritisiert und den Antrag als Verzögerungstaktik wertet, argumentiert Apple, dass die Provision umfassende Plattformleistungen abdeckt. Die Entscheidung könnte die Monetarisierungsmodelle im App Store, Entwicklerumsätze und regulatorische Präzedenzfälle für Plattformbetreiber nachhaltig verändern.
Apple bittet Obersten Gerichtshof um Begrenzung der App-Store-Unterlassungsverfügung
Apple hat den Obersten Gerichtshof der USA (Supreme Court) angerufen, um ein Urteil des Berufungsgerichts im langjährigen Rechtsstreit mit Epic Games überprüfen zu lassen. Apple argumentiert, dass eine Verfügung zur Änderung der App-Store-Regeln nicht pauschal für alle Entwickler gelten dürfe, da Epic keine Sammelklage angestrebt und keine Ausweitung auf unbeteiligte Parteien wie Microsoft oder Spotify nachgewiesen habe. Zudem ficht Apple die Feststellung der zivilrechtlichen Missachtung an, die das Gericht wegen der Erhebung von Gebühren in Höhe von 27 Prozent auf externe Zahlungen ausgesprochen hatte, obwohl Links zu alternativen Zahlungsmethoden erlaubt wurden. Der Supreme Court lehnte zuvor Apples Antrag auf Aussetzung weiterer Missbrauchsverfahren ab. Epic kritisierte den Schritt als Verzögerungstaktik und verwies darauf, dass Fortnite weltweit mit Ausnahme von Australien wieder im App Store verfügbar ist.
Metas Muse-Agent könnte Apples App-Store-Umsätze bedrohen
Analysten von Needham und Bank of America warnen, dass Metas neuer Consumer-AI-Agent Muse die App-Store-Umsätze von Apple durch KI-basierte Disintermediation gefährden könnte. Needham schätzt, dass Apple bis zu 10 Milliarden US-Dollar Umsatz verlieren könnte, wenn 20 % der App-Store-Transaktionen auf die gebührenfreie Plattform Muse Connectors von Meta verlagert würden. Meta meldete über 1.500 Entwickleranträge innerhalb von 168 Stunden nach dem Start von Muse Connectors, was Entwickler von Apple abziehen könnte. Tal Liani von der Bank of America merkt an, dass KI-Agenten, die Abonnements prüfen, die Abwanderung für Unternehmen erhöhen könnten, da Verbraucher wenig genutzte Dienste kündigen. Der Bericht hebt die wachsende Rolle von KI-Agenten im Handel und ihre potenzielle Neuordnung digitaler Marktplätze hervor.
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