Beobachtetes Signal · 24. Mai 2026 · Implementation · Quelle: t3n · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Cosnova führt Generative KI global mit ChatGPT Enterprise ein
Der Kosmetikkonzern Cosnova, bekannt für Marken wie Essence und Catrice, treibt die unternehmensweite Implementierung von Generativer KI voran. Constance Stein, Expert GenAI bei Cosnova, beschreibt ein dezentrales Adoptionsmodell: Rund 1.000 Mitarbeiter an acht internationalen Standorten können KI-Tools testen – stets innerhalb zentral definierter Leitplanken, um die Offenlegung vertraulicher Daten zu verhindern. Das Unternehmen setzt auf ChatGPT Enterprise mit Volllizenzierung für die Belegschaft und ergänzt dies durch spezialisierte Assistenten wie einen internen „Product Concept Buddy“ zur Unterstützung des Produktmarketings und der Konzeptentwicklung. Stein betont, dass Use Cases idealerweise aus den Teams heraus entstehen sollten und nicht zentral verordnet werden. Die Einbindung des Managements sowie die Bewältigung typischer Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit Führungskräften waren zudem zentraler Gegenstand eines t3n-Podcast-Beitrags.
Die praxisnahe Enterprise-Skalierung von Generativer KI (ChatGPT Enterprise) und ein dezentrales Governance-Modell verdeutlichen, wie Marken LLMs in Marketing- und Produkt-Workflows integrieren – ein wertvolles operatives Praxisbeispiel für MarTech- und Enterprise-KI-Teams.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Cosnova setzt ChatGPT Enterprise mit vollständiger Lizenzierung für alle Mitarbeiter ein.
- Das Unternehmen nutzt ein dezentrales Rollout-Modell, bei dem Teams KI-Tools unter zentralen Leitplanken testen.
- Rund 1.000 Mitarbeiter an acht globalen Standorten sind in den KI-Rollout einbezogen.
- Cosnova verwendet zusätzliche, rollenspezifische KI-Assistenten wie den „Product Concept Buddy“ für das Produktmarketing.
- Constance Stein, Expert GenAI bei Cosnova, erläuterte den Rollout im t3n-Podcast „Arbeit in Progress“.
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L'Oréal führt internes GPT für 90.000 Mitarbeiter ein
In einem Podcast-Interview erläuterte Arooj Humayun, CIO für die DACH-Region bei L'Oréal, den dreistufigen Plan des Unternehmens zur Integration generativer KI bei 90.000 Mitarbeitern. Der Plan umfasst Bewusstseinsbildung, Schulungen und die Bereitstellung von Tools. Um Datenschutz und die Einhaltung strenger deutscher Vorschriften zu gewährleisten, entwickelte L'Oréal eine eigene interne Plattform namens L'Oréal GPT, die on-premise läuft und auf geprüften großen Sprachmodellen basiert. Dadurch verlässt keine Daten das Unternehmen. Zudem nutzen sie ein Tool namens CreateTech zur Bilderzeugung. Das Unternehmen bewegt sich nun in Richtung KI-Agenten, sogenannter 'Companions', die Aktionen wie Reisebuchungen ausführen können. Die Nutzung wird über anonymisierte Prompt-Zahlen gemessen. Die Initiative zielt darauf ab, Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen, darunter Finanzen, HR und Marketing, zu befähigen, repetitive Aufgaben zu automatisieren.
L'Oréal kooperiert mit OpenAI für generative KI im Marketing
L’Oréal hat eine strategische Partnerschaft mit OpenAI angekündigt, um die neuesten Modelle des Unternehmens in sein internes Marketing-Produktionssystem CreAItech zu integrieren und aktuelle Produktinformationen für ChatGPT bereitzustellen. Im Zuge dieser Vereinbarung wird Maybelline seine virtuelle Try-on-App direkt in ChatGPT integrieren. Laut L’Oréal hat CreAItech, das bereits Modelle von Seedance, Google, Adobe und Stable Diffusion nutzt, Zehntausende von Marketing-Assets produziert, die Produktionskosten gesenkt und Tausende von Mitarbeitern geschult. Das Abkommen umfasst zudem den Zugriff auf GPT‑Rosalind, ein Reasoning-Model von OpenAI für die Life-Sciences-Branche. Zudem testet L’Oréal für mehrere Marken bezahlte Platzierungen auf ChatGPT. Die Führungsebene stellte diese Ankündigung am 19. Juni 2026 auf der VivaTech vor.
KI-Godfather Hinton fordert Zulassungsverfahren für KI-Modelle
Nobelpreisträger Geoffrey Hinton, oft als 'Godfather of AI' bezeichnet, empfiehlt, dass KI-Modelle vor ihrer Veröffentlichung ein ähnliches Genehmigungsverfahren durchlaufen sollten wie Medikamente. In einem Podcast schlug er vor, dass KI-Unternehmen vor der Veröffentlichung neuer Produkte eine Regulierungsbehörde von deren Sicherheit überzeugen müssen, ähnlich dem FDA-Verfahren, das er als kostspielig und zeitaufwendig beschreibt. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Warnungen Huttons, Yoshua Bengios und 20 weiterer KI-Experten vor einer möglichen 'Intelligenzexplosion', bei der KI-Systeme sich selbst verbessern und die Kontrolle der Menschheit gefährden könnten. Hinton argumentiert, dass exponentielle Fortschritte zu einer drastischen Verschlechterung innerhalb von ein bis zwei Jahren führen könnten. Seine Forderung nach strengeren Regulierungen steht im Gegensatz zum aktuellen US-Ansatz, der auf Selbstverpflichtung der Branche statt verbindlicher Regeln setzt, obwohl ein Brief von 1.400 Forschern und Forderungen großer KI-Unternehmen wie Anthropic und OpenAI nach mehr Aufsicht vorliegen.
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