Beobachtetes Signal · 3. Juni 2024 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Negativ
Google Chrome-Erweiterungen: Übergang zu Manifest V3 ab Juni
Ab dem 3. Juni 2024 begann Google in den Beta-, Dev- und Canary-Kanälen mit der Deaktivierung von Chrome-Erweiterungen auf Basis von Manifest V2, um die Migration zu Manifest V3 voranzutreiben. Diese Umstellung verlagert Hintergrundprozesse auf Service Workers zur Ressourcenschonung und blockiert extern gehosteten Code aus Sicherheitsgründen. Laut Google sind bereits rund 85 Prozent der aktiven Erweiterungen migriert, ein umfassenderer Wechsel folgt Anfang 2025 parallel zu Änderungen bei Third-Party Cookies. Dieser Schritt sorgt bei Ad-Blocking-Entwicklern für Bedenken hinsichtlich der Einschränkungen der Declarative NetRequest API, insbesondere wegen der Begrenzung auf 30.000 Regeln im Vergleich zu den hunderttausenden von Regeln, die von gängigen Blockern benötigt werden. Die Entwicklung hat potenzielle Auswirkungen auf AdTech und den Datenschutz, während Google seinen Fokus auf Sicherheit und Kontrolle betont.
Ein wichtiges Plattform-Richtlinienupdate mit direkten Auswirkungen auf Chrome-Erweiterungen und Ad-Blocking-Funktionalitäten, das branchenweite Konsequenzen nach sich zieht.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ab dem 3. Juni 2024 deaktiviert Google Manifest V2-basierte Chrome-Erweiterungen in Beta-, Dev- und Canary-Versionen.
- Die Migration zu Manifest V3 ersetzt dauerhafte Hintergrundseiten durch Service Workers und verbietet extern gehosteten Extension-Code.
- Stand Juni 2024 sind bereits rund 85 Prozent der aktiven Erweiterungen auf Manifest V3 migriert.
- Manifest V3 setzt ein Limit von 30.000 Blocker-Regeln, was deutlich unter den rund 300.000 von vielen Ad-Blockern benötigten Regeln liegt.
- Die vollständige Umstellung des Stable-Chrome-Browsers auf Manifest V3 wird für Anfang 2025 erwartet, zeitgleich mit Änderungen beim Third-Party-Cookie-Support.
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Google beendet Manifest v2: Das Aus für viele Adblocker in Chrome
Google wird die Unterstützung für Manifest v2 in Chrome mit den Versionen 150 und 151 (Ende Juni und Juli 2026) vollständig abschalten und damit den letzten Workaround für ältere Adblocker wie uBlock Origin entfernen. Laut Google soll Manifest v3 die Nutzerdatenschutz und -sicherheit verbessern, doch die API-Änderungen beschränken die Filterkapazitäten, auf die zahlreiche Erweiterungen angewiesen sind. Nutzer, die weiterhin klassische Werbeblocker einsetzen möchten, können auf angepasste MV3-Varianten wie uBlock Origin Lite mit eingeschränktem Funktionsumfang ausweichen oder zu Nicht-Chromium-Browsern wechseln. Während Mozilla Firefox eine längerfristige Unterstützung von MV2 in Aussicht stellt, könnten Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge oder Opera dem Schritt von Google in Zukunft folgen. Dies markiert einen entscheidenden Wandel für das Ökosystem der Browser-Erweiterungen.
Optimierung der Netzwerk-Interzeption in Chrome Manifest V3
Dieser technische Artikel beschreibt architektonische Ansätze für die Entwicklung einer Chrome-Erweiterung unter den Restriktionen von Manifest V3. Der Autor erläutert, wie Manifest V3 persistente Hintergrundseiten durch ereignisgesteuerte Service Worker ersetzt und wie das synchrone webRequest-Blocking durch die declarativeNetRequest API abgelöst wurde. Anhand der Erweiterung SaveYourself zeigt der Beitrag Muster auf, um Service Worker als zustandslos zu behandeln, wichtige Statusdaten in chrome.storage.local zu persistieren, dynamische Blockierregeln über declarativeNetRequest zu aktualisieren sowie Browser-Alarme anstelle von kontinuierlichem Polling zu nutzen. Der Artikel argumentiert, dass diese Muster die Ressourceneffizienz verbessern, die Reaktionsfähigkeit aufrechterhalten und im Einklang mit dem modernen Sicherheits- und Datenschutzmodell von Chrome stehen.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
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