Beobachtetes Signal · 19. Juni 2026 · Regulation · Quelle: Cord Cutters News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Kalifornien geht gegen Abschaltung von AT&T-Kupferleitungen vor
Kalifornische Regulierungsbehörden (CPUC) haben am 15. Juni 2026 bei der FCC Beschwerde gegen AT&T eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, in Anträgen zur Einstellung des traditionellen Festnetzes über Kupferleitungen für rund 199.000 Kunden falsche Angaben gemacht zu haben. AT&T hatte im Mai 2026 bei der FCC beantragt, Teile seines Kupfernetzes abzuschalten und durch einen LTE-basierten VoIP-Dienst zu ersetzen. Gleichzeitig verklagte AT&T den Bundesstaat Kalifornien vor einem Bundesgericht, um von den Verpflichtungen als Grundversorger (Carrier of Last Resort) entbunden zu werden, die jährlich etwa 1 Milliarde US-Dollar kosten. Die CPUC argumentiert, dass der geplante kabellose Ersatz den Test der FCC auf adäquaten Ersatz nicht besteht, da die Abdeckungskarte keine zuverlässige In-Indoor-Versorgung garantiert. Die Entscheidung könnte prägend dafür sein, wie Altnetze bundesweit abgewickelt werden.
Der regulatorische Streit zwischen Kalifornien und AT&T sowie die Neuausrichtung der FCC zur Kupferabschaltung prägen den Infrastrukturwandel der Telekommunikation und föderale Präzedenzfälle, haben jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf das operative AdTech- und MarTech-Geschäft.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die California Public Utilities Commission (CPUC) legte am 15. Juni 2026 bei der FCC Einspruch gegen die Pläne von AT&T ein, den Kupferleitungsdienst für rund 199.000 Kunden einzustellen.
- AT&T beantragte im Mai 2026 bei der FCC die Abschaltung traditioneller Sprachdienste über Kupfer in Teilen Kaliforniens zugunsten eines LTE-basierten VoIP-Dienstes.
- AT&T verklagte den Staat Kalifornien vor einem Bundesgericht mit dem Argument, dass die Grundversorger-Auflagen jährliche Kosten von rund 1 Milliarde US-Dollar für die Kupferinfrastruktur verursachen.
- Die FCC erließ 2026 eine Verfügung zur Straffung von Stilllegungsverfahren, während Kalifornien die Ablehnung oder Verlangsamung der Anträge fordert.
- Die CPUC bemängelt, dass der kabellose Ersatz die FCC-Kriterien für In-Indoor-Abdeckung, 911-Zuverlässigkeit und Kompatibilität mit Hilfstechnologien nicht erfüllt.
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AT&T kündigt Ausstieg aus klassischen Kupferleitungen in Kalifornien für 2027 an
AT&T hat eine Investition von 19 Milliarden US-Dollar zur Modernisierung der Telekommunikationsinfrastruktur in Kalifornien für den Zeitraum 2026 bis 2030 angekündigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau von Glasfaser und Fixed Wireless (5G) sowie der sukzessiven Abschaltung veralteter Kupfer-Telefonleitungen. Ab dem 1. Juni 2027 wird der klassische Kupfertätdienst in Teilen Kaliforniens schrittweise über einen Zeitraum von rund einem Jahr eingestellt, wobei der Zugang zu Notrufen (911) gewahrt bleibt. Bis 2030 will AT&T über 4 Millionen weitere Standorte mit Glasfaser versorgen und rund 1.200 neue Mobilfunkstandorte errichten. Begleitende Maßnahmen umfassen temporär kostenlose Ersatzdienste sowie die Einstellung von Technikern. Richtigstellung: Die Abschaltung betrifft ausschliesslich den analogen Telefonbaudienst über Kupfer, nicht jedoch DSL.
FCC plant strengere Maßnahmen gegen Robocalls und Verbesserung der Breitbanddaten
Die Federal Communications Commission hat eine vorläufige Agenda für ihre offene Kommissionstagung am 20. Mai 2026 veröffentlicht. Im Fokus stehen Vorschläge zur Verstärkung des Robocall-Schutzes, zur Optimierung der Breitbanddatenerfassung, zur Modernisierung der Notfallberichterstattung sowie zur Anpassung des High-Cost-Programms zur Unterstützung ländlicher Next-Generation-Dienste. Unter der Leitung von Chairman Brendan Carr prüft die FCC eine weitere Regulierungsinitiative (Further Notice of Proposed Rulemaking), um die Anforderungen an die Identifizierung von Upstream-Anbietern im Rahmen des STIR/SHAKEN-Frameworks zu verschärfen. Zudem umfasst die Agenda Maßnahmen zur Reform des Broadband Data Collection-Prozesses, einschließlich Audits und Verifizierungsmechanismen, ein aktualisiertes System zur Krisenberichterstattung sowie Initiativen zur Modernisierung der Infrastrukturfinanzierung in ländlichen Regionen. Entwürfe und Zusammenfassungen werden im Vorfeld veröffentlicht, die Sitzung wird per Livestream übertragen.
FCC gewährt AT&T einjährige Ausnahmegenehmigung für ausländische Router
Die US-Kommunikationsbehörde Federal Communications Commission hat AT&T eine einjährige Ausnahmegenehmigung erteilt, die begrenzte Hardware-Modifikationen an zuvor zertifizierten, im Ausland hergestellten Wi-Fi-Routern zur Bewältigung von Komponentenengpässen erlaubt. Die Ausnahmeregelung gestattet Substitutionen wie die Änderung von Substratmaterialien in Chipsets und den Austausch von Speichermodulen, solange die Modifikationen die Leistung nicht verbessern, die Kernfunktionalität nicht verändern und die Marketingidentität des Geräts nicht beeinträchtigen. Die bis Mitte 2027 gültige Maßnahme zielt darauf ab, Produktionsunterbrechungen und Engpässe bei Customer Premises Equipment zu verhindern, während die umfassenden Sicherheitsziele der FCC bei ausländischen Geräten gewahrt bleiben. Bereits zugelassene Geräte können mindestens bis Anfang 2029 weiterhin Software-Updates erhalten. Diese Entscheidung reagiert auf Lieferkettenengpässe infolge der steigenden KI-getriebenen Nachfrage nach Speicherkomponenten und könnte auch andere Netzbetreiber dazu veranlassen, ähnliche Ausnahmen zu beantragen.
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