Beobachtetes Signal · 24. Juni 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Brexit-Votum: Keine Belege für russische Einflussnahme auf Facebook
Sir Nick Clegg, Vice President of Global Affairs and Communications bei Facebook, hat erklärt, dass es keine Beweise für eine Einmischung russischer Gruppen über Facebook im Zusammenhang mit dem Brexit-Votum gibt. Er wies die Annahme zurück, kremlnahe Aktivitäten auf der Plattform hätten das Ergebnis beeinflusst, und verwies auf das Fehlen korrelierender Belege. Laut BBC-Berichten forderte Clegg eine breitere Regulierung von Social Media und Technologieunternehmen mit Fokus auf Datenschutz sowie Vorschriften für Wahlen und politisches Verhalten. Solche Leitlinien sollten von demokratischen Politikern und nicht von privaten Unternehmen aufgestellt werden. Technologiekonzerne müssten eine reife regulatorische Haltung unterstützen. Zudem wird im Artikel explizit bestritten, dass Cambridge Analytica ein Faktor beim Brexit war. Der Beitrag spiegelt die anhaltende Prüfung der politischen Rolle von Plattformen sowie das wachsende Interesse an Governance- und Datenschutzstandards für Onlinedienste wider.
Ein wichtiges regulatorisches Signal einer führenden Plattform (Facebook) bezüglich Datenschutz und politischer Werbung, das die Rahmenbedingungen im AdTech- und MarTech-Ökosystem beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Sir Nick Clegg erklärte, es gebe keine Beweise für eine Einmischung russischer Gruppen auf Facebook in Bezug auf den Brexit.
- Die BBC berichtete, dass Clegg eine stärkere Regulierung von Social Media und Tech-Firmen forderte.
- Clegg betonte, dass regulatorische Regeln von demokratischen Politikern und nicht von privaten Unternehmen entwickelt werden sollten.
- Der Artikel weist eine Beeinflussung der Brexit-Entscheidung durch Cambridge Analytica ausdrücklich zurück.
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Asos bestätigt Datenleck nach manipulierter App-Benachrichtigung
Der britische Modehändler Asos hat eine Datenpanne mit personenbezogenen Daten von Kunden bestätigt. Hacker brachen in eine Drittanbieter-Plattform ein, die für die Kundenkommunikation genutzt wird, und erbeuteten Namen, Kontaktdaten, Wohnadressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen sowie Notizen zu Kundenprofilen, einschließlich Suchanfragen. Die Hacker, die sich Xuanye Group nennen, sendeten über die Asos-App eine unbefugte Push-Benachrichtigung und verwiesen auf kompromittierte Daten, die bei Snowflake gehostet wurden. Sie forderten das Unternehmen zur Kontaktaufnahme auf, andernfalls drohten sie mit der Veröffentlichung der Daten. Die Angreifer sollen sich durch Identitätstäuschung Zugangsdaten verschafft haben. Snowflake betonte, dass die eigenen Systeme nicht betroffen seien. Asos hat 17 Millionen Kunden. Der Vorfall ähnelt einem früheren Angriff auf das Fintech-Unternehmen Betterment.
Streaming-Divide: USA monetarisieren, UK balanciert
In einem Interview mit State of Streaming diskutierten die Cloud- und Media-Experten Rahul Bhatia und Hemant Soni strukturelle Unterschiede zwischen den US-amerikanischen und britischen Streaming-Märkten. Die USA sind privatwirtschaftlich geprägt und fokussieren auf Monetarisierung, Abo-plus-Werbe-Modelle, während UK stärker öffentlich-rechtlich ausgerichtet ist, mit BBC und ITV, und kommerzielle Interessen mit dem öffentlichen Auftrag balanciert. Architektur-Entscheidungen im Streaming sollten für Spitzenlasten und nicht für Durchschnittswerte ausgelegt sein, wobei Public Cloud und Serverless für Skalierbarkeit sorgen. KI wird als Umsatztreiber gesehen, vor allem bei Personalisierung und Werbeoperationen; Netflix' Werbe-Tier erreicht fast 250 Millionen monatliche Werbezuschauer. Agentic AI beginnt, Media Buying und Kampagnenoptimierung zu automatisieren. Zudem werden Trends wie KI-generierte Filme (z.B. 'Cully Hill Boys') hervorgehoben, und es wird erwartet, dass Streaming-Dienste künftig Speicherkosten an Nutzer weitergeben.
KI-Firmen heuern Designer an, um ihre eigene Ersetzung zu trainieren
Ein Meinungsbeitrag der Brand-Designerin Sophie O'Connor warnt davor, dass KI-Unternehmen Kreative unter dem Deckmantel bezahlter Design-Briefings ansprechen, aber eigentlich deren Fachwissen und Design-Urteilsvermögen nutzen wollen, um KI-Modelle zu trainieren. O'Connor beschreibt, wie sie über LinkedIn und E-Mail kontaktiert wurde, um erst später im 'Big Picture'-Absatz zu erfahren, dass die Projekte helfen sollten, „KI-Systemen Geschmack, Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit und kreative Qualität“ näherzubringen. Sie kritisiert die irreführende Art dieser Anfragen und die Gefahr, dass Designer unwissentlich ihre eigene Ersetzung trainieren. Weiterhin erwähnt sie ein anderes KI-Unternehmen, das Kreative dafür bezahlt, ihre Designentscheidungen zu erklären, wobei der Preis davon abhängt, wie schwer die Aufgabe für KI nachzubilden ist. O'Connor fordert mehr Transparenz und Diskussionen über ethische Implikationen, unterstützt von Designerin Liz McCracken, die Regulierung fordert.
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