Beobachtetes Signal · 6. Apr. 2026 · Industry Trend · Quelle: Adweek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Marken etablieren eigene In-House-Studios für Content auf Hollywood-Niveau
Brand Entertainment – die Produktion von eigenem Long-Form-Content durch Marken auf Kinoniveau – entwickelt sich von einer ambitionierten Idee zur gelebten Praxis. Immer mehr globale Marken bauen eigene In-House-Produktionsstudios auf, um hochwertige, filmreife Inhalte zu realisieren. Prominente Beispiele sind Nike mit Waffle Iron Entertainment sowie LVMH mit 22 Montaigne Entertainment. Dick’s Sporting Goods wiederum präsentierte über sein Studio Cookie Jar & A Dream den Dokumentarfilm „Summer of ’94“ auf dem South by Southwest Film & TV Festival. Dieser strategische Wandel verdeutlicht, dass Marken zunehmend wie Publisher oder traditionelle Filmstudios agieren. Statt sich ausschließlich auf klassische Werbeplatzierungen zu verlassen, investieren Unternehmen massiv in Owned Content als eigenständigen Marketingkanal und langfristiges Creative Asset zur direkten Zielgruppenansprache.
Der wachsende Trend zu markeneigenen Studios verändert die Content-Produktionsdynamik und lässt die Grenzen zwischen Advertisern und Publishern zunehmend verschwimmen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Marken produzieren über eigene In-House-Studios zunehmend Original-Content in Hollywood-Qualität.
- Prominente Branchenbeispiele umfassen Nikes Waffle Iron Entertainment und LVMHs 22 Montaigne Entertainment.
- Dick’s Sporting Goods etablierte Cookie Jar & A Dream Studios und feierte mit der Dokumentation „Summer of ’94“ Premiere auf dem SXSW-Festival.
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Marken etablieren In-House-Studios und feiern Filmpremieren auf der SXSW
Auf dem renommierten SXSW Film & TV Festival debütierte Cookie Jar & A Dream Studios, das hauseigene Entertainment-Studio des US-Einzelhändlers Dick’s Sporting Goods, mit dem Dokumentarfilm „Summer of ’94“. Das Werk über die US-Männer-Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 1994 feierte seine Premiere auf Augenhöhe mit Produktionen etablierter Studios und Streaming-Giganten wie A24 und Netflix. Dick’s hatte sein Studio im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Nahezu zeitgleich stellte auch der Sportartikelhersteller Under Armour sein eigenes Content-Studio Lab96 vor. Diese Initiativen unterstreichen einen strategischen Trend in der Konsumgüterbranche: Große Marken bauen zunehmend eigene In-House-Studios auf, um originären Long-Form Content auf professionellem Hollywood-Niveau zu produzieren. Dadurch sichern sie sich die volle kreative Kontrolle, erschließen neue Owned-Media-Umfelder jenseits klassischer Werbung und stärken ihre Content-Marketing-Strategien nachhaltig.
Marken lernen um: Erst unterhalten, dann werben
Führende Marken wie SharkNinja, Gap, Mattel, LVMH und der FC Arsenal vollziehen einen strategischen Wandel weg von kurzfristiger Performance-Werbung hin zu unterhaltungsorientierten Inhalten. Sie investieren zunehmend in episodische Serien, eigene In-House-Studios und langfristige Partnerschaften mit Creators. Aktuelle Studien von Sprout Social und Dentsu unterstreichen diesen Trend: Episodische Formate gelten demnach als oberste Social-Media-Priorität für Vermarkter, während freiwillige Aufmerksamkeit die klassische, erzwungene Werbewirkung übertrifft und nach etwa 20 Sekunden sinkende Grenzerträge einsetzen. Branchenexperten und Berater warnen jedoch, dass die jahrzehntelange Optimierung auf reine Klicks den Wert kreativer Arbeit massiv verwässert hat. Ein nachhaltiger, eigenverantwortlicher Content-Ansatz baut demgegenüber langfristige Markenwerte auf, erfordert jedoch ein Umdenken bei Kreation und Erfolgsmessung.
Beauty Brands Become Entertainment Content Creators
Beauty brands are increasingly creating entertainment-style content and embedding products into entertainment to engage audiences, especially Gen Z. Examples include Innisfree’s comedic street interviews with Tommy Brennan, E.l.f. Cosmetics’ nearly 10-minute true-crime mockumentary starring Phoebe Dynevor, and Rare Beauty’s campaign tied to a TV character. Agencies and creator-marketing firms say platform algorithms reward serialized, watchable content, prompting brands to own entertainment production or integrate into TV and streaming storylines. L’Oréal Group and its brands have leaned into product placements in hit shows, though heavy-handed placement can risk viewer backlash.
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