Beobachtetes Signal · 1. Mai 2026 · Regulation · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Volksinitiative „Bern werbefrei“ fordert Verbot kommerzieller Aussenwerbung
Am 1. Mai 2026 wurde die Volksinitiative „Bern werbefrei“ lanciert, die ein Verbot kommerzieller Out-of-Home-Werbung im gesamten Stadtgebiet von Bern fordert. Der Vorstoß zielt darauf ab, Plakate und kommerzielle Digital Screens ohne lokalen Bezug zu untersagen, während Kulturplakate und amtliche Aushänge explizit ausgenommen bleiben. Getragen wird die Initiative von einer Koalition aus linken und konsumkritischen Gruppen, die damit Druck auf den Stadtrat ausüben wollen. Bisher erzielt die Stadt Bern jährlich rund 5 Millionen Schweizer Franken aus der Vermietung von Werbeflächen. Die Werbewirtschaft hat als Gegenreaktion die Kampagne „Pro Plakat“ mobilisiert. Damit folgt die Debatte ähnlichen Werbeeinschränkungen, die Zürich im Jahr 2025 beschlossen hatte, und stellt die lokale OOH- und DOOH-Vermarktung vor neue regulatorische Hürden.
Ein stadtweites Verbot würde das OOH-Inventar sowie die jährlichen Werbeeinnahmen von rund 5 Millionen CHF in Bern drastisch reduzieren und nach den Zürcher Restriktionen von 2025 einen weiteren regulatorischen Präzedenzfall für die Werbewirtschaft schaffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Am 1. Mai 2026 wurde die Volksinitiative „Bern werbefrei“ zur Untersagung kommerzieller Out-of-Home-Werbung in Bern lanciert.
- Der Vorschlag verbietet Plakate und kommerzielle Digital Screens ohne lokalen Bezug; Kulturplakate und öffentliche Anschlägen bleiben erlaubt.
- Zu den Initiatoren zählen AL Bern, PdA Bern, Juso Stadt Bern, Grün Alternative Partei, Tier im Fokus (TIF) und Transition Bern.
- Bern erwirtschaftet jährlich rund 5 Millionen CHF durch die Vermietung von Werbeflächen.
- Die Werbebranche formierte die Gegenkampagne „Pro Plakat“, nachdem Zürich bereits 2025 ähnliche Werbeverbote verabschiedet hatte.
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Zürcher Gemeinderat lehnt Werbeverbot für Flugreisen ab
Der Zürcher Gemeinderat hat einen Vorstoss der Grünen knapp abgelehnt, der die Stadtregierung dazu auffordern wollte, ein Verbot von Werbung für Flugreisen, Vielfliegerprogramme und Fernreisen im öffentlichen Raum zu prüfen. Befürworter argumentierten, dass Flugreisen etwa ein Viertel der indirekten Treibhausgasemissionen der Zürcher Bevölkerung ausmachen und Einschränkungen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2040 beitragen würden. Die Linksparteien unterstützten den Vorstoss, während Vertreter von FDP, SVP und Die Mitte ihn unter Hinweis auf Einschränkungen der Wirtschafts- und Werbefreiheit ablehnten. Mit 57 zu 61 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Der Artikel wurde am 26.08.2026 auf persoenlich.com veröffentlicht und nennt sda/spo als Quelle.
Waadtländer Parlament lehnt Reform des Aussenwerbungsgesetzes ab
Am 30. Juni 2026 hat der Grosse Rat des Kantons Waadt eine geplante Reform des Aussenwerbungsgesetzes (LPR) aus dem Jahr 1988 abgelehnt. Die Vorlage sah vor, die Pflicht der Gemeinden zur Bereitstellung von Plakatierungsflächen aufzuheben und ihnen ein generelles Verbot kommerzieller Plakate zu ermöglichen. Zudem sollte das Gesetz stärker mit dem Natur- und Artenschutz in Einklang gebracht werden, was Einschränkungen für digital beleuchtete Werbeflächen bedeutet hätte. Nach einer überraschenden Kehrtwende in der zweiten Lesung scheiterte die Reform knapp mit 59 zu 53 Stimmen bei einer Enthaltung. Die Vorlage geht nun zurück an den Regierungsrat, während die Initianten rechtliche Schritte wegen möglicher Verfahrensfehler prüfen. Die Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die lokale OOH-Infrastruktur und die kommunale Werbefreiheit in der Region.
Basel-Stadt schreibt OOH-Konzessionen neu und verabschiedet sich von Telefonkabinen
Der Kanton Basel-Stadt hat die Konzessionen für rund 5.500 Plakatflächen neu ausgeschrieben, da die aktuellen Verträge Ende Dezember 2027 auslaufen. Die neuen Konzessionen laufen von 2028 bis 2034 mit Verlängerungsoptionen bis Ende 2037. Das Inventar ist in sieben Lose unterteilt – fünf für rund 2.700 Großformatflächen und zwei für etwa 2.800 Kleinplakate. Im Zuge der Neu Ausschreibung werden zudem die letzten 25 öffentlichen Telefonkabinen, die bisher vorwiegend als Werbesäulen dienten, bis Mitte 2028 entfernt oder durch neue Plakatstandorte ersetzt; dies erfolgt durch die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG) oder über alternative Werbeflächen. Interessierte Out-of-Home-Unternehmen können Angebote bis zum 23. November einreichen, wobei das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) des Kantons eine Vergabeentscheidung bis Jahresende anstrebt.
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