Beobachtetes Signal · 3. Juni 2026 · Deprecation · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Bayerischer Rundfunk stellt zwei Radiosender im Juni ein
Der Bayerische Rundfunk (BR) wird die beiden Nischen-Hörfunkangebote BR24 live und BR Verkehr überraschend zum 16. Juni 2026 einstellen, wie der Sender gegenüber DWDL.de bestätigte. Als Gründe werden der geplante Umzug der BR24-Redaktion auf den neuen BR-Campus Freimann sowie eine optimierte Ressourcenplanung genannt. Die Maßnahme erfolgt im Rahmen des Reformstaatsvertrags, der am 1. Dezember 2025 in Kraft trat und darauf abzielt, die ARD-Hörfunkwellen von 69 auf 53 zu reduzieren. Bereits im Januar hatte der BR Puls Radio eingestellt. Zudem ist geplant, BR Schlager ab 2027 als lineares Radioprogramm zu beenden, während Kernangebote wie BR24 (Inforadio), Bayern 2, BR Klassik, Bayern 1, Bayern 3 und BR Heimat fortgeführt werden.
Der Sender reduziert lineares Audio-Inventory und ordnet seine Ressourcen im Zuge regulatorischer Konsolidierung (Reformstaatsvertrag) neu; die Branchenwirkung ist primär auf den regionalen Markt beschränkt, da es sich um Nischensender handelt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Bayerische Rundfunk schaltet die Radioprogramme BR24 live und BR Verkehr zum 16. Juni 2026 ab.
- Als Gründe nennt der BR die Verlegung der BR24-Redaktion in den BR-Campus Freimann und effizientere Ressourcenplanung.
- Die Schließungen stehen im Kontext des Reformstaatsvertrags (gülitg ab 1. Dezember 2025) zur Reduzierung der ARD-Radiosender von 69 auf 53.
- Puls Radio wurde bereits im Januar eingestellt; BR Schlager soll 2027 als lineares Programm folgen.
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BR Klassik übernimmt DAB+-Frequenz von MDR Klassik
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) wird die Ausstrahlung von MDR Klassik über DAB+ zum 12. Oktober 2026 einstellen. Dies ist Teil einer ARD-weiten Radiolift-Reform, die eine Reduzierung der Hörfunkangebote bis 2027 vorschreibt. Die frei werdende DAB+-Frequenz übernimmt künftig BR Klassik, ergänzt um kuratierte Kulturinhalte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der MDR betont, dass es sich hierbei nicht um einen Rückzug aus dem Kulturauftrag handelt, sondern um eine strategische Neuausrichtung hin zu einer stärkeren digitalen Distribution. Klassische Musik soll künftig über MDR Kultur, die ARD Audiothek (ARD Sounds), Mediatheken sowie in direkter Kooperation mit BR Klassik verfügbar bleiben. MDR Klassik-Chefin Annette Josef bewertet den Schritt als Stärkung der digitalen Präsenz und regionalen Kulturvermittlung.
Bayern schwächt geplante Änderungen am Bayerischen Rundfunkgesetz ab
Die bayerische Staatsregierung lenkt nach heftiger Kritik ein und will mehrere geplante Änderungen am Bayerischen Rundfunkgesetz abschwächen. Wie Medienminister Florian Herrmann dem BR-Rundfunkrat mitteilte, soll BR Fernsehen weiterhin eine 60-prozentige Informationsquote beibehalten, wobei künftig auch Kultur und Bildung in diese Definition einfließen. Der stark umstrittene Begriff der Gestaltungsziele wird gestrichen und durch eine Formulierung ersetzt, die untersagt, dass das Gesamtprogramm einer einzelnen Partei, Gruppe, einem Interessenverband oder einer Weltanschauung einseitig dient. Die Anpassungen reagieren auf Bedenken hinsichtlich möglicher Konflikte mit dem Medienstaatsvertrag sowie auf Rückmeldungen aus Anhörungen. Ein genauer Termin für die Einbringung des finalen Gesetzentwurfs in den Landtag steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.
BR beruft Schmidt zum Leiter des Projekts „Munich Media Hub“
Der Bayerische Rundfunk (BR) hat Hans-Martin Schmidt mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zum Hauptabteilungsleiter in der Verwaltungsdirektion ernannt. In dieser Funktion verantwortet er die Arealentwicklung und den großangelegten Umbau des BR-Funkhausgeländes zum „Munich Media Hub“. Der Sender plant, seine eigene Präsenz vor Ort auf rund 20 Prozent zu reduzieren und einen offenen Campus für Medien, Wissenschaft und Kultur zu etablieren. Unabhängig davon wurde Werner Reuß als Leiter des BR-Programmbereichs „Wissen und Bildung“ wiedergewählt; unter seiner Ägide betreibt der BR gemeinsam mit WDR und SWR das im Jahr 2025 ins Leben gerufene ARD-Kompetenzzentrum „Wissen, Bildung und Schule“. Der Artikel wurde am 7. Mai 2026 von DWDL.de veröffentlicht.
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