Beobachtetes Signal · 20. Okt. 2026 · Regulation · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
BaFin verhängt Bußgeld gegen Nomura wegen Stimmrechtsmitteilungen
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat gegen die japanische Bank Nomura eine Geldstrafe von 320.000 Euro verhängt, weil sie im Rahmen des Übernahmeangebots der UniCredit für die Commerzbank Stimmrechtsmitteilungen nicht rechtzeitig übermittelt hat. Die Verstöße ereigneten sich im Mai und Juni dieses Jahres. Nomura hatte über Equity Swaps Stimmrechte an der Commerzbank gesichert, wodurch UniCredit auf einen Stimmrechtsanteil von 47,6 Prozent kommt. Die BaFin schreibt die Übermittlung innerhalb von vier Handelstagen beim Über- oder Unterschreiten bestimmter Schwellen vor. Die Strafe ist für Nomura vergleichsweise gering, da die Bank im letzten Geschäftsjahr einen Rekordgewinn von rund 2 Milliarden Euro erzielte. Die abschließenden aufsichtsrechtlichen Verfahren werden voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen.
Das Bußgeld gegen Nomura zeigt die regulatorische Kontrolle bei der UniCredit-Commerzbank-Übernahme, die das Bankwesen betrifft, aber nicht direkt für AdTech/MarTech relevant ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die BaFin verhängte gegen Nomura ein Bußgeld von 320.000 Euro wegen verspäteter Stimmrechtsmitteilungen.
- Die Verstöße ereigneten sich im Mai und Juni 2026 während des Übernahmeangebots der UniCredit.
- Nomura sicherte sich Stimmrechte an der Commerzbank über Equity Swaps, was zu einem Stimmrechtsanteil der UniCredit von 47,6 Prozent beitrug.
- Nomura meldete am 7. Mai einen Stimmrechtsanteil von 8,1 Prozent, vorwiegend über Optionen.
- Die EZB hat die Übernahme von Commerzbank-Anteilen durch UniCredit genehmigt; der abschließende Vollzug wird bis Jahresende erwartet.
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2 verknüpfte Unternehmen“Die japanische Bank Nomura wurde von der BaFin wegen verspäteter Stimmrechtsmitteilungen mit einem Bußgeld belegt.”
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“Die UniCredit ist die italienische Bank, die die Commerzbank übernehmen will und dabei Nomura für Stimmrechte nutzte.”
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EZB genehmigt UniCredit-Erhöhung der Commerzbank-Beteiligung
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Plan der UniCredit genehmigt, ihren Anteil an der Commerzbank über die Schwelle von 30 Prozent hinaus zu erhöhen und weitere Zukäufe ohne Obergrenze zu erlauben. UniCredit-Chef Andrea Orcel bezeichnete die Entscheidung als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Übernahme. Die Bank rechnet bis zum Jahresende mit weiteren Genehmigungen, darunter von Kartellbehörden, und will dann rund 50 Prozent der Stimmrechte halten und die Kontrolle übernehmen. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin und der Bund, der 13,3 Prozent hält, hatten Bedenken geäußert, während die EZB grenzüberschreitende Bankenfusionen unterstützt. UniCredit hatte sich bereits über Derivate 49 Prozent der Anteile gesichert.
6-K Finanzberichtsanalyse für Nomura (14.10.2026)
Nomura Holdings, Inc. hat den monatlichen Aktienrückkaufbericht für den Zeitraum vom 1. September 2026 bis zum 30. September 2026 vorgelegt. Der Bericht dokumentiert den Abschluss des am 30. Januar 2026 genehmigten Aktienrückkaufprogramms, das den Rückkauf von bis zu 100.000.000 Stammaktien oder einem maximalen Gesamtvolumen von 60.000.000.000 JPY bis zum 30. September 2026 vorsah. Im September 2026 wurden keine Aktien zurückgekauft, wodurch sich das kumulierte Rückkaufvolumen bei 46.861.200 Aktien im Wert von 59.999.879.300 JPY stabilisierte und somit 100,0 % des genehmigten finanziellen Obergrenze erreichte. Zum Stichtag 30. September 2026 hielt Nomura 165.594.021 eigene Aktien (Treasury Shares) bei insgesamt 3.088.562.601 ausgegebenen Aktien.
BaFin rügt Zalando wegen fehlender About-You-Angaben
Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat Fehler im Konzernabschluss 2025 von Zalando festgestellt, die im Zusammenhang mit der Übernahme von About You stehen. Demnach hat Zalando gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen, da erforderliche Pflichtangaben zur Übernahme im Bericht weggelassen wurden. Diese Unstimmigkeiten wurden im Rahmen der routinemäßigen Prüfung des Geschäftsberichts 2025 durch die Behörde aufgedeckt. Der Bericht wurde am 21. Juli 2026 von der Lebensmittelzeitung aus der DFV Mediengruppe veröffentlicht und erwähnt neben der offiziellen Rüge auch den Hauptsitz des Modekonzerns in Berlin-Friedrichshain.
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