Beobachtetes Signal · 25. Apr. 2023 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ

Österreichische KI-Strategie von Forschern als katastrophal eingestuft

Zusammenfassung des Signals

Führende österreichische KI-Forscher rund um Sepp Hochreiter von der Johannes Kepler Universität Linz haben die Politik der Bundesregierung bei Künstlicher Intelligenz scharf kritisiert. In einem Aufruf bezeichnete Hochreiter die Situation als katastrophal und warnte, dass internationale Unternehmen Investitionen und Kooperationen in Österreich meiden, da die akademische Forschung vernachlässigt werde. Die 2021 vorgestellte Initiative „Artificial Intelligence Mission Austria 2030“ verfügte über kein adäquates Anfangsbudget, und selbst die Brookings Institution stufte Österreich im globalen Vergleich lediglich als Schwellenland ein. Zudem ging die jüngste Förderrunde für „Clusters of Excellence“ mit 81 Millionen Euro am KI-Bereich vorbei, während Anträge von Spitzenforschern abgelehnt wurden. Staatssekretär Florian Tursky räumte daraufhin ein, dass zusätzliche finanzielle Mittel für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort dringend erforderlich sind, um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Der Artikel beleuchtet die Kritik an der österreichischen KI-Strategie und der staatlichen Forschungsfinanzierung. Dies ist für den Ausbau der KI-Infrastruktur relevant, hat jedoch nur einen begrenzten direkten Einfluss auf die globale AdTech- und MarTech-Industrie.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Sepp Hochreiter, Leiter des Instituts für Machine Learning an der JKU Linz, bezeichnete die österreichische KI-Lage als katastrophal.
  • Die im Jahr 2021 vorgestellte nationale KI-Strategie startete ohne konkretes Budget und sah lediglich sieben Millionen Euro vor.
  • Die Brookings Institution listet Österreich im internationalen KI-Ranking gemeinsam mit Ländern wie Mexiko und Uganda.
  • Bei der 81 Millionen Euro schweren Förderinitiative „Clusters of Excellence“ wurde KI komplett ausgeklammert.
  • Der 32 Millionen Euro schwere Forschungsantrag von Günter Klambauer wurde trotz hoher Relevanz abgelehnt.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Trending Topics•Veröffentlicht: 25. Apr. 2023
Ursprünglicher Berichttitel: “„Situation für KI ist katastrophal“: Österreich bei AI-Strategie auf Entwicklungsland-Level”

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US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus

Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.

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Amazon bringt teurere Alexa-Tablets auf den Markt, Fire-Linie eingestellt

Amazon hat eine neue Linie von Alexa-Tablets (8, 11 und 12 Zoll) zu Preisen zwischen 230 und 550 US-Dollar vorgestellt, die die preisgünstigen Fire-Tablets ersetzen. Die Geräte verfügen über Android, Aluminiumgehäuse, höher auflösende Displays und KI-Funktionen wie 'On-Screen Intelligence'. Das Unternehmen erklärte, es werde die Fire-Geräte vier Jahre lang unterstützen, aber keine neuen Einheiten mehr produzieren. Amazon bestritt, dass steigende Speicherkosten die Preissteigerung verursacht hätten, aber Gerätechef Panos Panay räumte Herausforderungen bei der Entwicklung von Premium-Tablets angesichts der Knappheit ein. Der Schritt signalisiert eine strategische Wende hin zu margenstärkerer Hardware und steht im Einklang mit CEO Andy Jassy's Bestreben, Geräte zu monetarisieren. Die Tablets werden am 14. Oktober ausgeliefert.

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TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.

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