Beobachtetes Signal · 7. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech) · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral

Österreich: EmpCo-Richtlinie verbietet unbelegte Greenwashing-Aussagen ab September 2026

Zusammenfassung des Signals

Ab dem 27. September 2026 greifen in Österreich im Rahmen einer UWG-Novelle zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2024/825 (EmpCo) strengere Vorgaben für Umweltwerbung. Die Neuregelung erweitert die „schwarze Liste“ unlauterer Geschäftspraktiken um diverse Formen irreführenden Green Marketings. Allgemeine Aussagen wie „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“ sind künftig ohne Nachweis einer exzellenten Umweltleistung untersagt. Zudem wird die Nutzung von Kompensationszertifikaten (Carbon Offsets) für produktbezogene Klima-Claims verboten. Nachhaltigkeitssiegel müssen künftig auf anerkannten Zertifizierungssystemen basieren. Flankierend schränkt das Gesetz irreführende Angaben zu Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Produkten ein. Da die ergänzende Green Claims Directive auf EU-Ebene derzeit stockt, verbleiben punktuelle Lücken im Verifizierungsrahmen. Unternehmen müssen bestehende Marketing-Claims umfassend prüfen und ihre Werbestrategien rechtssicher anpassen.

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Hohe Konfidenz

Diese regulatorische Verschärfung der EU-weiten Werbestandards für Green Claims zwingt Marken und Werbetreibende zu umfassenden Audits ihrer Marketingstrategien, um erhebliche Bußgelder und Reputationsschäden zu vermeiden.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Die EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825) wird in Österreich durch eine UWG-Novelle zum 27. September 2026 rechtskräftig umgesetzt.
  • Allgemeine Umweltaussagen wie „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“ sind ohne anerkannte Umweltzeichen oder Zertifizierungen verboten.
  • Produktbezogene Klima-Claims, die rein auf Kompensationszertifikaten basieren (z. B. „CO2-neutral“), werden untersagt.
  • Nachhaltigkeitssiegel müssen künftig auf anerkannten Zertifizierungssystemen beruhen oder von staatlichen Stellen vergeben werden.
  • Bei grenzüberschreitenden Verstößen drohen nach EU-Recht Strafen von bis zu 4 % des Jahresumsatzes.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Trending Topics (DACH/CEE Innovation & Tech)•Veröffentlicht: 7. Sept. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “„Klimaneutral“: Neue EmpCo-Regeln sollen ab 27. September Greenwashing unterbinden”

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Die EU-Richtlinie EmpCo, die unbelegte grüne Werbeversprechen verbietet, tritt am Wochenende in Kraft. Deutschland und Österreich haben Übergangsfristen eingeführt, was für Kontroversen sorgt. Der Bundestag hat eine Änderung des UWG beschlossen, die Abmahnungen wegen EmpCo-Verstößen für zwei Jahre unter den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit stellt. Österreich erlaubt, dass bereits produzierte Waren bis zu drei Jahre lang mit ihren bisherigen Umweltaussagen verkauft werden dürfen. Greenpeace Österreich und ÖKOBÜRO haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen die österreichische Umsetzung eingelegt, da die dreijährige Übergangsfrist in der EU-Richtlinie nicht vorgesehen sei. Die Kommission muss nun prüfen, ob die nationalen Sonderwege mit der Richtlinie vereinbar sind.

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Seit dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue EU-Verbraucherschutzregeln gegen Greenwashing und zur Produkthaltbarkeit. Die EmpCo-Richtlinie, umgesetzt im deutschen Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), schränkt vage Umweltaussagen wie „klimaneutral“ oder „nachhaltig“ ein, sofern sie nicht durch belastbare Belege gestützt werden. Kompensationsbasierte Klimaneutralitätsaussagen gelten nun als irreführend. Selbsterstellte Öko-Siegel sind verboten, wenn sie nicht auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlicher Stelle festgesetzt wurden. Zukunftsvorhersagen müssen durch realistische, messbare und überprüfbare Pläne untermauert werden. Zusätzlich standardisiert die EU Kennzeichnungen für erweiterte Haltbarkeitsgarantien und Reparierbarkeitsinformationen bei Elektronik und Haushaltsgeräten. Verbraucher sollen so mehr Klarheit über Nachhaltigkeit und Langlebigkeit erhalten, jedoch hängt die Wirkung von der Durchsetzung ab.

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