Beobachtetes Signal · 28. März 2023 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Österreich startet 72-Millionen-Euro-Gründungsfonds mit Hebelwirkung bis zu 500 Millionen
Der österreichische Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher hat einen neuen, staatlich unterstützen Gründungsfonds mit öffentlichen Mitteln von bis zu 72 Millionen Euro vorgestellt. Die Umsetzung erfolgt über das Austria Wirtschaftsservice (aws). Durch private Koinvestitionen soll ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Millionen Euro mobilisiert werden. Die Investitionstickets pro Startup bewegen sich zwischen 1,5 Millionen und 5 Millionen Euro, wobei Beteiligungen ab dem zweiten Quartal 2023 vorgesehen sind. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen der Präsentation des Austrian Startup Monitor 2022, der seit 2017 rund 360 Neugründungen jährlich verzeichnet. Diese beschäftigen rund 25.000 Mitarbeiter, wobei die Schaffung von 10.000 weiteren Arbeitsplätzen angestrebt wird. Der neue Fonds tritt die Nachfolge des bisherigen aws Gründer-Fonds an, der mit 68 Millionen Euro ausgestattet war. Die Initiative ist eine direkte Reaktion auf die rückläufige Venture-Capital-Finanzierung in Österreich und im internationalen Raum seit der zweiten Jahreshälfte 2022.
Die österreichische Regierung stärkt mit einem 72-Millionen-Euro-Fonds (hebelbar auf 500 Millionen Euro) die Frühphasenfinanzierung des lokalen Tech- und Startup-Ökosystems, stellt jedoch kein globales Branchenereignis für AdTech oder MarTech dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Wirtschaftsminister Martin Kocher kündigte neuen Gründungsfonds mit bis zu 72 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln an.
- Das Austria Wirtschaftsservice (aws) setzt den Fonds um; private Koinvestitionen sollen das Gesamtvolumen auf bis zu 500 Millionen Euro heben.
- Investitionstickets pro Startup liegen zwischen 1,5 Millionen und 5 Millionen Euro, Start der Beteiligungen im Q2 2023.
- Der Vorgänger, der aws Gründer-Fonds, war mit 68 Millionen Euro ausgestattet.
- Der Austrian Startup Monitor 2022 meldet rund 360 Startup-Gründungen jährlich mit insgesamt rund 25.000 Beschäftigten.
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1 verknüpfte Unternehmen“The Austria Wirtschaftsservice (aws) is again entrusted with implementing the new fund....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Vienna Impact-Tech Network tech2impact Shuts After Six Years
The Austrian impact-tech network tech2impact, founded in 2020 by Sasha Lipman and Petra Ćapin, announced its closure on LinkedIn. The platform, which connected founders with mentors, partners, and capital, will run a final EDGE fundraising program in autumn before closing in spring 2027. Despite growth to over 1,000 members, 100+ mentors, and 50+ partners, the company failed to achieve sustainable profitability, remaining too dependent on external factors such as public funding cycles and partner budgets. The founders cited mental health as a priority and plan to continue their mission in other forms. tech2impact executed more than eight programs, including the INSIDEOUT Summit, with a team of over 45 people.
KI-Aktien fallen nach OpenAI-Umsatzbericht
Die Aktien von Nvidia, Oracle, CoreWeave und anderen KI-Unternehmen fielen am Donnerstag, nachdem Details zu den Umsätzen von OpenAI bekannt wurden. OpenAI teilte Investoren mit, dass es Ende September einen annualisierten Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar erreicht habe, niedriger als die weit verbreitete Zahl von 68 Milliarden US-Dollar. Eine mit der Sache vertraute Person sagte, die 68-Milliarden-Zahl habe Bruttoumsätze von Partnern enthalten, was einen direkteren Vergleich mit Anthropic ermögliche. OpenAI hob außerdem ein Gesamtwachstum von 77 % im dritten Quartal und ein Wachstum von 107 % im Enterprise-Geschäft hervor. Das Unternehmen bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor, mit einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar, und führt frühe Gespräche über eine neue Finanzierungsrunde von rund 30 Milliarden US-Dollar.
SCHUFA meldet mehr Zahlungsprobleme, Kleinkredite steigen
Laut SCHUFA Risiko- und Kreditkompass 2026 stieg der Anteil der Verbraucher mit registrierten Zahlungsstörungen im vergangenen Jahr von 7,9 % auf 8,1 %. Die Zahl der erstmaligen Zahlungsausfälle lag rund zwölf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Privatinsolvenzanträge wuchsen um 8,3 % auf rund 88.000, und die Zahl der Pfändungsschutzkonten erreichte mit 2,82 Millionen einen Höchststand. Regional verzeichneten Bremen (11,2 %), Berlin (10,1 %) und Nordrhein-Westfalen (9,9 %) die höchsten Anteile betroffener Verbraucher, während Bayern (6 %) und Baden-Württemberg (6,6 %) die niedrigsten Quoten aufwiesen. Kleinkredite unter 1.000 Euro stiegen um elf Prozent auf 7,5 Millionen Verträge, unter anderem wegen der zunehmenden Nutzung von Buy-Now-Pay-Later-Angeboten im Onlinehandel, während größere Ratenkredite über 1.000 Euro um zwei Prozent zurückgingen. Das Hypothekengeschäft legte kräftig zu: Die Zahl neuer Immobilienkredite stieg um 25 % auf 1,12 Millionen, das Darlehensvolumen um 21 % auf 177,9 Milliarden Euro.
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