Beobachtetes Signal · 12. Okt. 2026 · Research Study · Quelle: The Drum · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv

Aufmerksamkeitsdaten stellen 'Reach of One'-Regel in Frage

Zusammenfassung des Signals

Mark Ritson analysiert eine neue Studie von Lumen und Amazon Ads, die 270 Kampagnen mit Brand-Lift-Studien und fast 200.000 Befragten umfasste. Die Studie ergab, dass die Frequenz fast keine Bewegung der Markenkennzahlen erklärte, während die kumulative Aufmerksamkeit (gesehene Sekunden) achtmal so viel erklärte. Kampagnen mit identischer Reichweite konnten stark unterschiedliche Aufmerksamkeitsniveaus liefern: eine lieferte neun Sekunden Aufmerksamkeit pro Person, eine andere 71. Eine Prime Video-Anzeige im TV wurde zu 92% für fast 18 Sekunden angesehen, während dieselbe Anzeige im offenen Internet nur zu 42% für etwa 3,5 Sekunden angesehen wurde. Die Studie empfiehlt, Aufmerksamkeitsziele zu setzen (etwa 20 Sekunden für Bekanntheit, 50 für Kaufabsicht) und TV-Spots vor Digitalanzeigen zu schalten. Die Ergebnisse stellen die Standard-'Reach of One'-Planung in Frage und unterstreichen die Bedeutung des Medienkontexts.

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Hohe Konfidenz

Die Lumen/Amazon Ads-Studie liefert belastbare Belege dafür, dass aufmerksamkeitsbasierte Metriken der Frequenz bei Brand Lift überlegen sind, und stellt ein zentrales Planungsprinzip in Frage. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf Medienmessung, -planung und -optimierung in der gesamten Branche.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Lumen und Amazon Ads analysierten 270 Kampagnen aus sechs Ländern mit Brand-Lift-Studien und fast 200.000 Befragten.
  • Frequenz erklärte fast keine Bewegung der Markenkennzahlen; kumulative Aufmerksamkeit erklärte achtmal so viel.
  • Eine Prime Video-Anzeige im TV wurde zu 92% für fast 18 Sekunden angesehen, gegenüber 42% für etwa 3,5 Sekunden im offenen Internet.
  • Die mittlere Kampagne benötigte etwa 21 Sekunden Aufmerksamkeit für Bekanntheit und 47 für Kaufabsicht.
  • TV-Spots vor Digitalanzeigen zu schalten ergab 30% mehr Brand Lift als die umgekehrte Reihenfolge.

Ontologie & Marktkonzepte

Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: The Drum•Veröffentlicht: 12. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Mark Ritson: Here’s a radical idea – stop calling it reach if nobody looked”

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Attention Measurement28. Sept. 2026

Vermarkter haben nur 9 Minuten Aufmerksamkeit

Bei einem ADWEEK Exchange Event in Detroit präsentierte Yan Liu, CEO von TVision, Daten, die zeigen, dass von den durchschnittlich 213,5 Minuten täglichem TV- und Streaming-Konsum nur 24,5 Minuten Werbung sind und davon nur 9 Minuten tatsächlich mit Aufmerksamkeit gesehen werden. Eine Studie über 20 Branchen ergab, dass ein Anstieg der Aufmerksamkeit um 1% einen Anstieg der Anzeigenbekanntheit um fast 1% entspricht. Der Kontext spielt eine Rolle: Dieselbe Werbung schnitt in Sci-Fi- und Sportinhalten besser ab als in Nachrichten oder Reality-Shows. Ein Panel mit Marketingverantwortlichen von Nutrafol, Rocket und Viant diskutierte, wie man Aufmerksamkeit in Aktion umsetzt und wie wichtig Kreativität ist. Tim Vanderhook von Viant riet, Aufmerksamkeitsdaten in Echtzeit zu nutzen, um Platzierungen mit geringer Aufmerksamkeit zu reduzieren und Budgets umzuverteilen. Viant hat IRIS.TV übernommen und TVision-Daten für CTV-Käufe getestet.

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CTV & Streaming21. Okt. 2026

Netflix startet Pixel; FTC genehmigt Publicis-LiveRamp-Deal

Netflix hat den Netflix Pixel vorgestellt, ein Add-on zur Conversion-API (CAPI) innerhalb der Netflix Ads Suite, um die Messung von Conversions im unteren Funnel zu standardisieren und Audience-Targeting zu ermöglichen. Das Unternehmen hat außerdem The Trade Desk als DSP-Partner für den programmatischen Einkauf seiner Inventare hinzugefügt, ab nächstem Monat, zusätzlich zu bestehenden Integrationen mit Amazon DSP und Yahoo DSP. Die Ankündigungen fielen mit den Q3-Ergebnissen von Netflix zusammen, die ein Umsatzwachstum von 12 % im Jahresvergleich zeigten, aber das Werbegeschäft wuchs unter den Erwartungen. Separat genehmigte die FTC die Übernahme von LiveRamp durch Publicis mit Auflagen zur Wahrung der Neutralität von LiveRamp, darunter Firewall-Anforderungen und Nicht-Vergeltungsklauseln. Das Übernahmedatum steht noch aus. Der Artikel erwähnt auch Apples WebKit-Pläne zur Blockierung von Web-Tracking, Salesforces Übernahme von Braze für 5,7 Milliarden US-Dollar und weitere Branchennews.

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Ad Spending19. Okt. 2026

Top 20 Werbespender September: Rewe und Kaufland überholen Edeka

Im September 2026 erholte sich der TV-Werbemarkt in Deutschland nach monatelangen Rückgängen. Die Brutto-Werbeausgaben erreichten fast 3,4 Milliarden Euro über alle Gattungen (TV, Kino, Print, Außenwerbung, Radio). Das Ranking der Top 20 Werbespender zeigt, dass die Handelsketten Rewe und Kaufland ihre Werbebudgets deutlich erhöhten und damit den Konkurrenten Edeka überholten, der seine Ausgaben reduzierte. Auch Großwerbetreibende wie Procter & Gamble, Deutsche Telekom und Volkswagen stockten ihre Investitionen auf und trugen so zum Marktwachstum bei. Die Daten, erhoben von den TV-Vermarktern Seven.One Media und Ad Alliance, belegen die Erholung der klassischen Medienwerbung, obwohl der vollständige Artikel mit detaillierten Rankings hinter einer Paywall liegt.

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