Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: Mobilegamer.biz · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Apples neue EU-App-Store-Bedingungen verstoßen laut Koalition weiterhin gegen den DMA
Eine Koalition aus 18 App-Entwickler- und Digitalwirtschaftsverbänden, darunter die European Game Developer Federation (EGDF) und die Coalition for App Fairness, hat Apples am 18. August 2026 angepasste EU-App-Store-Bedingungen scharf kritisiert. Die Verbände argumentieren, dass die neuen Regelungen nach wie vor gegen den Digital Markets Act (DMA) verstoßen. Konkreter Kritikpunkt sind insbesondere die Gebühr von 15 Prozent für die Weiterleitung von Nutzern zu externen Zahlungsmethoden – welche laut DMA gebührenfrei sein müssen – sowie die Ersetzung der bisherigen Core Technology Fee durch eine Core Technology Commission von 5 Prozent auf Transaktionen außerhalb des App Store. Die Koalition kritisiert zudem, dass die Europäische Kommission diese Bedingungen offenbar ohne formelle Konsultation billigt, was Entwickler in Unsicherheit lässt. Dies folgt auf Apples Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro im April 2025 wegen DMA-Verstößen.
Ein wichtiges Plattform-Policy-Update von Apple, das das gesamte App-Ökosystem betrifft, direkt mit der anhaltenden DMA-Compliance verknüpft ist und erhebliche Auswirkungen auf App-Entwickler sowie die digitale Werbebranche hat.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Eine Koalition aus 18 Organisationen, darunter EGDF und Coalition for App Fairness, kritisierte in einem offenen Brief Apples neue EU-App-Store-Bedingungen vom 18. August 2026.
- Apples 15-prozentige Weiterleitungsgebühr und die 5-prozentige Core Technology Commission auf externe Transaktionen verstoßen laut Koalition gegen den DMA.
- Die Koalition argumentiert, dass Apple durch App-Review- und Registrierungspflichten seine Gatekeeper-Macht beibehält.
- Die Europäische Kommission hat sich nicht formell zu der mutmaßlichen Billigung der Apple-Bedingungen geäußert, was Forderungen nach Konsultationen laut werden lässt.
- Apple wurde im April 2025 mit einer Geldstrafe von 500 Millionen Euro wegen DMA-Verstößen belegt, während ein US-Gericht ähnliche Gebühren in den USA untersagt hat.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“Apple's revised EU App Store terms still fail to comply with the EU’s Digital Markets Act....”
“Coalition for App Fairness members include Epic Games, Match Group and Spotify....”
“Coalition for App Fairness members include Epic Games, Match Group and Spotify....”
“Coalition for App Fairness members include Epic Games, Match Group and Spotify....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Apple erlaubt App-Distribution und alternative Zahlungen außerhalb des App Stores in der EU
Ab Oktober gestattet Apple Entwicklern in der EU den Vertrieb von Apple-kompatiblen Apps sowie das Angebot alternativer Zahlungsmethoden außerhalb des hauseigenen App Stores. Downloads werden künftig über Websites von Drittanbietern und alternative Marktplätze ermöglicht. Dieser Schritt erfolgt infolge des regulatorischen Drucks der Europäischen Kommission, die Apple im April 2025 mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro wegen Verstößen gegen den Digital Markets Act (DMA) belegt hatte. Die EU stuft Apple unter dem DMA als Gatekeeper ein und kündigte an, die operative Umsetzung der neuen Rahmenbedingungen genau zu überwachen. Ziel der Anpassungen ist es, die Wahlfreiheit der Nutzer beim Bezug und der Bezahlung von Applikationen innerhalb der EU signifikant zu erhöhen.
Apple überarbeitet Geschäftsbedingungen für App-Entwickler in der EU
Apple hat in Abstimmung mit der EU-Kommission seine App Store-Bedingungen für Entwickler in der Europäischen Union grundlegend reformiert. Das vereinheitlichte Regelwerk kann ab sofort akzeptiert werden und tritt zum 1. Oktober 2026 verbindlich in Kraft. Die bisherige Core Technology Fee pro Installation sowie die Initial Acquisition- und Store Services-Gebühren entfallen. Stattdessen führt Apple eine fünfprozentige Core Technology Commission für Transaktionen von Apps ein, die außerhalb des App Stores vertrieben werden. Zudem werden die Provisionssätze für In-App-Käufe, alternative Zahlungsmethoden und externe Verlinkungen neu strukturiert. Alternative App-Marktplätze und Web-Distributionen werden unter Auflagen zur Finanzstabilität und Notarisierung erweitert zugelassen. Für Entwickler, Payment-Anbieter und AdTech-Akteure definieren diese Änderungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für App-Monetarisierung und In-App-Commerce im europäischen Markt grundlegend neu.
Apple überarbeitet EU-App-Store-Gebühren und Richtlinien für alternative Marktplätze
Zur Einhaltung des Digital Markets Act (DMA) führt Apple zum 1. Oktober 2026 ein einheitliches EU-Entwicklermodell ein. Entwickler können iPhone-Apps über Drittanbieter-Marktplätze oder Webseiten vertreiben, alternative Zahlungsoptionen anbieten und gleichzeitig Apple IAP nutzen. Die bisherigen Gebühren für Erstakquisition und Store-Dienste entfallen; stattdessen greift eine Core Technology Commission von 5 % für Transaktionen von außerhalb des App Stores vertriebenen Apps. Die gestaffelten Standardgebühren betragen für Apple IAP grundsätzlich 26 % (wobei viele für 15 % qualifiziert sind), für externe Zahlungsabwicklung 20 % (reduzierbar auf 10 % für berechtigte Unternehmen und KMUs) sowie 15 % für Website-Links. Entwickler müssen sich für 12 Monate auf eine Zahlungsoption festlegen. Apple lockert zudem die Regeln für alternative Marktplätze und implementiert Jugendschutzmaßnahmen, während die EU-Kommission die Umsetzung überwacht. Epic kritisierte die neuen Konditionen, und Apple geht gegen eine DMA-Geldstrafe von 500 Millionen Euro in Berufung.
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