Beobachtetes Signal · 18. Aug. 2026 · Regulation · Quelle: PocketGamer.biz · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
Apple reformiert App-Tracking-Einwilligung im Rahmen von EU-Verfahren
Apple passt die Vorgaben für App-Entwickler zur Nutzung personenbezogener Daten für zielgerichtete Werbung auf iPhones und iPads an. Auslöser ist ein Verfahren des Bundeskartellamts, das im Rahmen von App Tracking Transparency (ATT) eine Benachteiligung von Drittanbietern gegenüber Apple-eigenen Apps festgestellt hatte. Künftig müssen Einwilligungs-Pop-ups für Drittanbieter visuell und linguistisch neutral gestaltet sowie von abschreckenden Elementen bereinigt werden. Die Umsetzung muss innerhalb von vier Monaten nach Zustellung der Entscheidung erfolgen; die Verpflichtungen gelten für sieben Jahre und werden durch einen Treuhänder überwacht. Apple betont, dass die bisherige ATT-Praxis von Datenschutzbehörden gestützt werde. Die Änderungen gelten für fast alle EU-Mitgliedstaaten und berühren maßgeblich die Bereiche Identity Management, Attribution sowie die Monetarisierung im App-Ökosystem.
Die regulatorischen Zusagen zwingen eine dominante Plattform zur Anpassung der Consent-UX in der EU, was die Zustimmungsraten, das Identity Management sowie die zielgerichtete Werbung für Entwickler und Werbetreibende nachhaltig beeinflusst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Bundeskartellamt stellte fest, dass Apples App Tracking Transparency (ATT) eigene Apps bevorzugt.
- Drittanbieter-Consent-Pop-ups müssen visuell neutral gestaltet und von abschreckender Sprache befreit werden.
- Apple hat vier Monate Zeit, um die geforderten Änderungen nach der Entscheidung umzusetzen.
- Die Vereinbarungen sind auf sieben Jahre ausgelegt und unterliegen der Kontrolle durch einen Trustee.
- Die neuen Vorgaben treten in nahezu allen EU-Ländern in Kraft.
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3 verknüpfte Unternehmen“Apple has revealed plans to change the rules governing how app developers can use personal data for targeted advertising on iPhones and iPad...”
“As reported by Reuters, an investigation by Germany’s Federal Cartel Office (FCO) found that Apple’s App Tracking Transparency (ATT) framewo...”
“As reported by Reuters, an investigation by Germany’s Federal Cartel Office (FCO) found that Apple’s App Tracking Transparency (ATT) framewo...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Apple erlaubt weniger alarmierende ATT-Einwilligungsfenster in der EU
Apple hat sich nach mehrjährigen Kartellermittlungen des Bundeskartellamts und weiterer Behörden bereit erklärt, seine App Tracking Transparency (ATT)-Vorgaben für Apps in der Europäischen Union anzupassen. Die neuen Vereinbarungen ermöglichen es in der EU vertriebenen Apps, alternative Einwilligungsbildschirme mit modifizierter Formatierung, angepasster Sprache und zusätzlichen Informationslinks anzuzeigen, wodurch die Abfragen weniger abschreckend wirken. Zu den Änderungen gehören ganzseitige Ansichten statt Pop-ups, der Verzicht auf das Wort „tracken“ sowie Buttons mit den Bezeichnungen „Erlauben“ und „Ablehnen“. Diese Optionen sind exklusiv in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien verfügbar. Regulierungsbehörden hatten moniert, dass ATT Apples eigenes Werbegeschäft begünstigte. Zudem dürfen Entwickler Nutzer nach einem Jahr erneut um Zustimmung bitten.
Apple muss personalisierte Werbe-Prompts neutralisieren
Das Bundeskartellamt hat Apples Zusagen für verbindlich erklärt und das 2022 eingeleitete Kartellverfahren zum App Tracking Transparency Framework (ATTF) eingestellt, nachdem eine Benachteiligung von Drittanbietern gegenüber Apples eigenen Diensten festgestellt wurde. Apple muss nun die Einwilligungsabfragen für personalisierte Werbung angleichen und neutralisieren: Abschreckende Symbole und Formulierungen sind zu entfernen, eine stärkere Verknüpfung mit Datenschutz-Einwilligungen wird erlaubt, und Entwickler sowie Publisher können Prompts kombinieren und personalisierte Werbung besser erläutern. Die Änderungen sind innerhalb von vier Monaten umzusetzen; die Einhaltung wird für sieben Jahre durch einen unabhängigen Treuhänder überwacht. Die Entscheidung, die auf deutschem und EU-Wettbewerbsrecht basiert, zielt darauf ab, Wettbewerbsnachteile zu verhindern, und könnte die europaweite Durchsetzung beeinflussen, nachdem französische und italienische Behörden Apple in ähnlichen Fällen bereits mit Geldstrafen belegt hatten.
Apple ändert App-Tracking-Abfrage für EU-Nutzer auf dem iPhone
Apple aktualisiert die App-Tracking-Abfrage auf iPhones für Nutzer mit physischem Standort in der Europäischen Union, nachdem Druck von Wettbewerbsbehörden und der Werbeindustrie ausgeübt wurde. Der Begriff „Tracking“ entfällt künftig in dem Hinweis, die Anordnung und Beschriftung der Buttons wird geändert, sodass „Erlauben“ oben und „Ablehnen“ unten platziert wird. Zudem dürfen Entwickler die Zustimmung zum applikationsübergreifenden Tracking nach einem Jahr erneut einholen. Apple betont, dass der angepasste Bildschirm ausschließlich bei tatsächlicher Anwesenheit in der EU angezeigt wird und in Abstimmung mit der Europäischen Kommission sowie nationalen Wettbewerbsbehörden entwickelt wurde. Das deutsche Bundeskartellamt hat sein Verfahren daraufhin eingestellt, während Frankreich im März 2025 eine Geldstrafe von 150 Millionen Euro und Italien im Dezember 2025 eine solche von 98,6 Millionen Euro verhängt hatten.
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