Beobachtetes Signal · 8. Dez. 2022 · Technical Release · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Apple führt Advanced Data Protection mit Ende-zu-End-Verschlüsselung ein
Apple hat mit Advanced Data Protection die Ende-zu-End-Verschlüsselung (E2EE) für zahlreiche iCloud-Daten deutlich ausgebaut. Die Erweiterung umfasst nun 23 geschützte Datentypen – darunter iCloud-Backups, Fotos, Nachrichten, iCloud Drive, Notizen und Sprachmemos. Die Aktivierung erfolgt freiwillig (Opt-in) und erfordert die Einrichtung eines Wiederherstellungsschlüssels oder eines Kontakts. Nach der Aktivierung hat niemand außer dem Nutzer selbst Zugriff auf die Daten, was höchste Sicherheitsstandards setzt. Das Feature wurde in der iOS 16.2 Beta eingeführt und Ende 2022 in den USA ausgerollt, gefolgt von einer weltweiten Einführung im Frühjahr 2023. Für die Branchenbereiche AdTech, MarTech und Identity Management hat dieser Schritt massive Relevanz, da er bestehende datengetriebene Targeting- und Attribution-Modelle weiter erschwert.
Ein bedeutender Plattform-Release eines prominenten Datenschutz-Features von Apple mit massiven Auswirkungen auf AdTech-Datengouvernance, Attribution und geräteübergreifendes Tracking.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Apple erweitert Advanced Data Protection auf 23 iCloud-Datenkategorien.
- Zu den geschützten Datentypen gehören iCloud-Backups, Fotos, Nachrichten, iCloud Drive und Notizen.
- Die Aktivierung erfordert ein Opt-in sowie die Einrichtung eines Wiederherstellungsschlüssels oder -kontakts.
- Der Rollout startete Ende 2022 in den USA und wurde frühzeitig in der iOS 16.2 Beta integriert.
- Ivan Krstić bezeichnete das Feature als Apples höchste Stufe der Cloud-Datensicherheit.
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iOS 26.5 führt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten ein
Apple hat im Mai 2026 die Betriebssystem-Updates Version 26.5 für iOS, macOS, iPadOS und watchOS veröffentlicht. Das Update integriert eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten in der Messages-App. Die Verschlüsselung basiert auf dem RCS Universal Profile 3.0 und nutzt das Messaging Layer Security (MLS) Protokoll. Apple kennzeichnet die Funktion als Beta und rollt sie schrittweise aus. Voraussetzung sind RCS 3.0-kompatible Apps sowie die Unterstützung durch Mobilfunkanbieter. In Deutschland unterstützen laut Apple Telekom, O2 und 1&1 die verschlüsselten RCS-Chats, während Vodafone zunächst nicht gelistet wird. Zudem bringt das Update neue Sicherheitsupdates, ein Pride-Luminance-Hintergrundbild sowie frühe Werbetests in Apple Maps in ausgewählten Regionen mit sich.
Apple positioniert datenschutzfreundliche KI mit Google Gemini für iOS 27
Apple plant, Siri und „Apple Intelligence“ in iOS 27 im Herbst durch deutlich erweiterte KI-Funktionen aufzuwerten und Datenschutz als zentrales Marketingargument auf der WWDC zu platzieren. Laut einem Bloomberg-Bericht von Mark Gurman setzt Apple primär auf On-Device-Verarbeitung und greift bei komplexen Cloud-Anfragen auf ein Private Cloud Compute (PCC) zurück. Zudem plant Apple die Integration von Googles Gemini-Technologie und nutzt Google Cloud TPUs; Medienberichten zufolge zahlt Apple hierfür rund eine Milliarde US-Dollar jährlich an Google. Zu den neuen Datenschutzfunktionen zählen automatische Chat-Löschungen und ein privater Modus ohne Sitzungshistorie. Parallel dazu muss Apple eine Sammelklage in den USA mit einer Zahlung von 250 Millionen US-Dollar beilegen, die im Zusammenhang mit zuvor beworbenen, aber nicht ausgelieferten Funktionen steht.
Apple geht juristisch gegen britische Forderung nach iCloud-Backdoor vor
Apple hat beim britischen Investigatory Powers Tribunal rechtliche Schritte gegen eine geheime Anordnung der britischen Regierung eingeleitet. Diese zielt darauf ab, Zugang zu verschlüsselten iCloud-Daten zu erhalten, einschließlich von Backups, die durch Advanced Data Protection (ADP) geschützt sind. Der Streit geht auf eine Verfügung des Home Office aus dem frühen Jahr 2025 zurück, die einen technischen Mechanismus zur Einsichtnahme in vollständig verschlüsselte Cloud-Inhalte fordert. Eine frühere, noch weiter gefasste Anordnung, die auch US-Nutzer umfasste, war nach Interventionen aus den USA fallen gelassen worden. Apple bestätigte gegenüber CNBC die Klageerhebung und hatte zuvor bereits Advanced Data Protection (ADP) für neue britische Nutzer deaktiviert; Bestandskunden werden diesen Schutz ebenfalls aufgeben müssen. Während das britische Innenministerium das Investigatory Powers Act als verhältnismäßig verteidigt, warnen Kritiker vor einer Hintertür in die Verschlüsselung und anhaltenden nationalen Sicherheitsbedenken der USA.
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