Beobachtetes Signal · 3. Mai 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Kartellrechtsverfahren Apple gegen Epic Games gestartet
Epic Games hat in den USA ein bedeutendes Kartellrechtsverfahren gegen Apple angestrengt. Der Vorwurf lautet, dass der App Store eine monopolistische Struktur im Mobilmarkt aufrechtterhält und den Wettbewerb hemmt. Auslöser war Epics Widerstand gegen die In-App-Purchase-Provisionen von Fortnite im Jahr 2020, was zur Entfernung des Spiels aus dem App Store und Google Play Store führte. Während branchenüblich 30 Prozent anfallen, senkten Apple und Google die Gebühr 2021 vorübergehend auf 15 Prozent für die Mehrheit der Entwickler. Das Verfahren prüft Apples Marktmacht und die Blockade alternativer App-Stores auf iOS. Zeugenaussagen hochrangiger Apple-Manager wie Tim Cook, Eddy Cue und Phil Schiller werden erwartet. Ein Urteil könnte den App-Markt grundlegend transformieren und weitreichende Konsequenzen für Google Play nach sich ziehen.
Ein richtungsweisendes Kartellrechtsverfahren, das die Plattformrichtlinien von Tech-Giganten grundlegend verändern und globale Marktauswirkungen nach sich ziehen kann.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Epic Games hat vor einem Bundesgericht in Oakland eine Kartellrechtsklage gegen Apple eingereicht.
- Die Entfernung von Fortnite aus App Store und Google Play Store erfolgte 2020 nach Streitigkeiten über In-App-Purchase-Gebühren.
- Reguläre Provisionen liegen bei 30 Prozent; für die Mehrheit der Entwickler wurden sie 2021 auf 15 Prozent reduziert.
- Die Klage untersucht Apples Kontrolle über den Mobilmarkt und das Verbot alternativer iOS-App-Stores.
- Erwartete Aussagen von Top-Managern wie Tim Cook könnten den App-Markt nachhaltig umgestalten.
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Apple bittet Obersten Gerichtshof um Begrenzung der App-Store-Unterlassungsverfügung
Apple hat den Obersten Gerichtshof der USA (Supreme Court) angerufen, um ein Urteil des Berufungsgerichts im langjährigen Rechtsstreit mit Epic Games überprüfen zu lassen. Apple argumentiert, dass eine Verfügung zur Änderung der App-Store-Regeln nicht pauschal für alle Entwickler gelten dürfe, da Epic keine Sammelklage angestrebt und keine Ausweitung auf unbeteiligte Parteien wie Microsoft oder Spotify nachgewiesen habe. Zudem ficht Apple die Feststellung der zivilrechtlichen Missachtung an, die das Gericht wegen der Erhebung von Gebühren in Höhe von 27 Prozent auf externe Zahlungen ausgesprochen hatte, obwohl Links zu alternativen Zahlungsmethoden erlaubt wurden. Der Supreme Court lehnte zuvor Apples Antrag auf Aussetzung weiterer Missbrauchsverfahren ab. Epic kritisierte den Schritt als Verzögerungstaktik und verwies darauf, dass Fortnite weltweit mit Ausnahme von Australien wieder im App Store verfügbar ist.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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