Beobachtetes Signal · 27. Aug. 2021 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral

Apple erlaubt App-Entwicklern Hinweis auf alternative Bezahlmethoden

Zusammenfassung des Signals

Ein Sammelklage-Verfahren gegen Apple aus dem Jahr 2019 führte zur Aufhebung einer Vertraulichkeitsklausel, die bislang den Verweis auf externe Zahlungsoptionen im App Store untersagte. Künftig dürfen App-Entwickler Nutzer via E-Mail und über andere Kommunikationswege darüber informieren, dass Transaktionen auch außerhalb des App Stores abgewickelt werden können. Apple erhebt aktuell eine Provision von 30 Prozent auf In-App-Käufe. Diese regulatorische Änderung gilt als kleiner Erfolg für Entwickler, die durch die Umleitung auf alternative Zahlungsmethoden ihre Margen steigern und die Abgabe an Apple reduzieren wollen. Die neuen Vorgaben treten zunächst in den Vereinigten Staaten in Kraft, während die Auswirkungen auf andere Regionen vorerst unklar bleiben. Der Schritt verspricht zwar potenzielle Umsatzsteigerungen für Entwickler, lässt jedoch die langfristigen Folgen für die Monetarisierungsstrategie des App Stores offen.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Richtlinienanpassung durch eine dominante Plattform (Apple) mit direkten Auswirkungen auf die App Store-Monetarisierung und das Ökosystem der App-Entwickler.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Eine Sammelklage aus dem Jahr 2019 führte zum Wegfall der Verschwiegenheitsklausel bezüglich externer Bezahlmethoden.
  • Entwickler dürfen Nutzer per E-Mail oder über andere Kanäle über alternative Zahlungswege informieren.
  • Apple erhebt eine Kommission von 30 Prozent auf Transaktionen im App Store.
  • Die Regeländerungen gelten zunächst für die Vereinigten Staaten; die Übertragbarkeit auf andere Regionen ist unklar.
  • Die Anpassung gilt als kleiner Erfolg für Entwickler zur Optimierung ihrer App-Umsätze.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: OnlineMarketing.de•Veröffentlicht: 27. Aug. 2021
Ursprünglicher Berichttitel: “Apple: App-Betreiber:innen dürfen im App Store über alternative Bezahlmethoden aufklären | OnlineMarketing.de”

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Platform18. Aug. 2026

Apple überarbeitet EU-App-Store-Gebühren und Richtlinien für alternative Marktplätze

Zur Einhaltung des Digital Markets Act (DMA) führt Apple zum 1. Oktober 2026 ein einheitliches EU-Entwicklermodell ein. Entwickler können iPhone-Apps über Drittanbieter-Marktplätze oder Webseiten vertreiben, alternative Zahlungsoptionen anbieten und gleichzeitig Apple IAP nutzen. Die bisherigen Gebühren für Erstakquisition und Store-Dienste entfallen; stattdessen greift eine Core Technology Commission von 5 % für Transaktionen von außerhalb des App Stores vertriebenen Apps. Die gestaffelten Standardgebühren betragen für Apple IAP grundsätzlich 26 % (wobei viele für 15 % qualifiziert sind), für externe Zahlungsabwicklung 20 % (reduzierbar auf 10 % für berechtigte Unternehmen und KMUs) sowie 15 % für Website-Links. Entwickler müssen sich für 12 Monate auf eine Zahlungsoption festlegen. Apple lockert zudem die Regeln für alternative Marktplätze und implementiert Jugendschutzmaßnahmen, während die EU-Kommission die Umsetzung überwacht. Epic kritisierte die neuen Konditionen, und Apple geht gegen eine DMA-Geldstrafe von 500 Millionen Euro in Berufung.

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Platform14. Aug. 2026

Apple schlägt 15 % Kommission für externe App-Käufe vor

Apple hat beim US-Bezirkgericht für den Northern District of California einen Vorschlag eingereicht, wonach Kommissionen für Käufe über externe Links oder Zahlungssysteme außerhalb des App Store erhoben werden sollen. Die geplante Gebührenstruktur ist gestaffelt: 15 % für Standard-Apps, 10 % für Teilnehmer am Video Partner-, News Partner- und Mini Apps Partner-Programm sowie für Verlängerungen von Abonnements und 5 % für Entwickler im Rahmen des Small Business Program. Der Antrag bittet Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, Apple und Epic Games an eine vertrauliche Vergleichskonferenz zu verweisen; Epic lehnte die vorgeschlagenen Gebühren als unvereinbar mit den Vorgaben des Ninth Circuit ab. Dieser Schritt folgt auf die Entscheidung des Supreme Court, Verfahren im Zusammenhang mit Apples angeblicher Missachtung einer gerichtlichen Anordnung bezüglich einer 27-prozentigen Gebühr außerhalb des App Store nicht auszusetzen.

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Platform / Policy Update25. Juni 2026

Google lockert Play-Store-Abrechnungsregeln und passt Gebührenstrukturen an

Google hat Änderungen der Play-Store-Abrechnungsregeln mit Wirkung zum 30. Juni 2026 angekündigt, die Entwicklern in den USA, dem EWR und dem UK erlauben, Nutzer zu externen Zahlungsmethoden oder eigenen Websites weiterzuleiten. Google erhebt eine Servicegebühr von 10 % auf den ersten Millionenumsatz von Entwicklern, unabhängig von der Zahlungsmethode. Bei Nutzung des Google-Abrechnungssystems fällt eine zusätzliche Gebühr von 5 % an, die bei alternativen Zahlungswegen entfällt. Apps mit einem Jahresumsatz von über 1 Million US-Dollar werden bei Neuinstallationen mit 20 % für In‑App-Käufe belastet, während die Abo-Gebühren bei 10 % verbleiben. Zudem startet Google am 30. September 2026 zwei reduzierte Gebührenprogramme namens „Games Level Up“ und „Apps Experience“, wobei ein globaler Rollout alternativer Abrechnungen für die Zeit nach dem 30. September 2027 geplant ist. Die Änderungen resultieren aus dem Epic-Games-Kartellverfahren und einem Vergleich aus dem Jahr 2025.

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