Beobachtetes Signal · 3. Apr. 2026 · Political Activity · Quelle: techcrunch · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Anthropic gründet eigenes PAC zur Stärkung politischer Lobbyarbeit
Der KI-Pionier Anthropic hat offizielle Unterlagen zur Gründung eines politischen Aktionskomitees namens AnthroPAC eingereicht. Das Komitee plant, während der Zwischenwahlen sowohl die Demokraten als auch die Republikaner zu unterstützen und dabei sowohl etablierte Gesetzgeber als auch aufstrebende Kandidaten ins Visier zu nehmen. Berichten zufolge soll das PAC durch freiwillige Mitarbeiterbeiträge mit einer Obergrenze von 5.000 US-Dollar finanziert werden. Die bei der US-Wahlkommission eingereichte Organisationseinwilligung trägt die Unterschrift von Anthropic-Schatzmeisterin Allison Rossi. Dieser Schritt folgt auf frühere Berichte, wonach das Unternehmen politische Aktivitäten bereits über andere Kanäle wie Spenden an das Super-PAC Public First unterstützt hat. Die Gründung fällt zudem in eine Phase, in der sich Anthropic in einem rechtlichen Streit mit dem US-Verteidigungsministerium bezüglich der staatlichen Nutzung seiner KI-Modelle befindet und seine politische Einflussnahme massiv ausbaut.
Die Gründung eines eigenen PAC unterstreicht das wachsende politische Engagement eines führenden AI-Labs, um gezielt Einfluss auf die Regulierung von Künstlicher Intelligenz und künftige Gesetzgebung zu nehmen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Anthropic hat Papiere zur Gründung des politischen Aktionskomitees AnthroPAC eingereicht.
- AnthroPAC plant parteiübergreifende Spenden für Zwischenwahlen an etablierte Gesetzgeber und neue Kandidaten.
- Die Finanzierung erfolgt über freiwillige Mitarbeiterbeiträge von bis zu 5.000 US-Dollar.
- Die Registrierung bei der Federal Election Commission enthält die Unterschrift von Schatzmeisterin Allison Rossi.
- Der Schritt erfolgt inmitten eines Rechtsstreits mit dem US-Verteidigungsministerium um die Nutzung von KI-Modellen.
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Anthropic spendet 20 Millionen US-Dollar an politisches AI-Regulierungskomitee
Anthropic hat eine Spende in Höhe von 20 Millionen US-Dollar an Public First Action angekündigt, eine politische Gruppe zur Unterstützung von Kandidaten, die eine strengere AI-Regulierung im Vorfeld der US-Wahlen 2026 befürworten. Public First Action hat bereits sechsstellige Werbebudgets für republikanische Kandidaten bereitgestellt und wird von ehemaligen Abgeordneten geleitet. Das Ziel ist es, in diesem Wahlzyklus rund 30 bis 50 Kandidaten zu unterstützen und 50 bis 75 Millionen US-Dollar einzusammeln. Dies steht im Gegensatz zu dem pro-AI PAC Leading the Future, das rund 125 Millionen US-Dollar von bekannten Investoren und Technologie-Gründern eingeworben hat. Anthropic betont, dass regulatorische Richtlinien erforderlich sind, um AI-Risiken zu kontrollieren sowie Sicherheitsvorkehrungen, Transparenz, Kinderschutz und Beschäftigungswachstum zu fördern.
Anthropic-finanziertes PAC unterstützt von rivalisierender KI-Gruppe attackierten Kandidaten
Ein von Anthropic unterstütztes PAC investiert 450.000 US-Dollar in die Kampagne des New Yorker Abgeordneten Alex Bores für den 12. Kongresswahlbezirk. Bores ist zuvor zum Ziel einer rivalisierenden, pro-KI-Super-PAC geworden. Das von Investoren wie Andreessen Horowitz, OpenAI-Präsident Greg Brockman, Perplexity und Joe Lonsdale mit über 100 Millionen US-Dollar finanzierte Super-PAC Leading the Future hat rund 1,1 Millionen US-Dollar für Werbeanzeigen ausgegeben, die Bores angreifen. Grund dafür ist dessen Sponsoring des New Yorker RAISE Act, welcher große AI-Entwickler zur Offenlegung von Sicherheitsprotokollen und zur Meldung schwerer Missbräuche verpflichtet. Die beiden Komitees vertreten konkurrierende Positionen: Während Leading the Future auf klassische Brancheninteressen ausgerichtet ist, betont Public First Action Transparenz, Sicherheitsstandards und öffentliche Aufsicht.
Anthropic plant angeblich Börsengang im Oktober
Bloomberg-Berichten zufolge bereitet das KI-Unternehmen Anthropic einen möglichen Börsengang im Oktober vor und hat bereits erste Gespräche mit großen Wall-Street-Banken über Mandate geführt. Die Pläne wurden vom Unternehmen noch nicht offiziell bestätigt. Anthropic, 2021 von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitern gegründet und Entwickler des Claude-Chatbots, war kürzlich in einen Streit mit dem US-Verteidigungsministerium vergeraten, der einen 200-Millionen-Dollar-Auftrag kostete, jedoch durch eine einstweilige Verfügung gegen die Einstufung als Supply-Chain-Risiko gestoppt wurde. Im Februar 2026 schloss Anthropic eine Finanzierungsrunde über rund 30 Milliarden US-Dollar ab, was die Unternehmensbewertung auf circa 380 Milliarden US-Dollar steigerte. Zu den im Gespräch befindlichen Banken gehören Goldman Sachs, JPMorgan Chase und Morgan Stanley; The Information schätzt das Emissionsvolumen auf über 60 Milliarden US-Dollar.
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