Beobachtetes Signal · 24. Juni 2026 · Allegation · Quelle: CNBC Technology · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Anthropic beschuldigt Alibaba des illegalen KI-Datenabzugs
Anthropic hat in einem Brief an den Bankenausschuss des US-Senats Alibaba und dessen KI-Labor beschuldigt, den bislang größten bekannten Distillation-Angriff auf seine Modelle verübt zu haben. Dem Schreiben zufolge umfasste die Kampagne zwischen dem 22. April und dem 5. Juni rund 28,8 Millionen Interaktionen über etwa 25.000 betrügerische Accounts, um gezielt KI-Fähigkeiten abzuziehen. Der Vorfall fällt mit US-Exportkontrollen zusammen, die Anthropic zur Aussetzung des ausländischen Zugriffs auf seine Claude-Modelle (Fable 5 und Mythos 5) zwangen. Zuvor hatte das Unternehmen bereits ähnliche großflächige Extraktionsversuche durch Labs wie DeepSeek, Moonshot und MiniMax aufgedeckt. Der Fall unterstreicht wachsende geopolitische und regulatorische Spannungen an der Schnittstelle von nationaler Sicherheit, Cloud-Infrastruktur und der Sicherheit proprietärer Large Language Models.
Der Vorwurf eines industriellen KI-Datenabzugs durch einen globalen Tech-Giganten verdeutlicht die akuten Risiken für die Modellsicherheit und verschärft regulatorische sowie geopolitische Debatten über Exportkontrollen und geistiges Eigentum im KI-Sektor.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Anthropic warfte Alibaba in einem Brief an den US-Senatsausschuss für das Bankenwesen den versuchten Diebstahl von KI-Fähigkeiten vor.
- Laut Anthropic handelt es sich um den bislang größten bekannten Distillation-Angriff auf seine Systeme.
- Zwischen dem 22. April und dem 5. Juni wurden rund 28,8 Millionen Interaktionen über ca. 25.000 gefälschte Accounts verzeichnet.
- Zuvor identifizierte Anthropic bereits industrielle Extraktionskampagnen der KI-Labore DeepSeek, Moonshot und MiniMax.
- Als Reaktion auf US-Exportkontrollen hat Anthropic den ausländischen Zugriff auf seine Claude-Modelle (Fable 5 und Mythos 5) vorübergehend eingestellt.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“Anthropic sent a letter to the U.S. Senate Committee on Banking, Housing, and Urban Affairs accusing the Chinese tech company Alibaba of “br...”
“Anthropic sent a letter to the U.S. Senate Committee on Banking, Housing, and Urban Affairs accusing the Chinese tech company Alibaba of “br...”
“In February, Anthropic announced that it had identified three “industrial-scale” distillation campaigns from three other AI labs: DeepSeek, ...”
“In February, Anthropic announced that it had identified three “industrial-scale” distillation campaigns from three other AI labs: DeepSeek, ...”
“A representative for Alibaba did not immediately respond to CNBC’s request for comment. Bloomberg was first to report the letter....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Anthropic wirft Alibaba Datendiebstahl beim KI-Modell Claude vor
Anthropic hat US-Senatoren darüber informiert, dass Angreifer mit Verbindungen zu Alibaba versucht haben sollen, mittels sogenannter Distillation-Angriffe unrechtmäßig Fähigkeiten aus dem Claude-Model zu extrahieren. Laut einem vom Financial Times veröffentlichten Schreiben griffen fast 25.000 betrügerische Accounts zwischen Ende April und Anfang Juni fast 29 Millionen Mal auf Claude zu, um Struktur und Task-Logik des Modells auszuspähen. Anthropic fordert schärfere US-Gesetze zur Unterbindung solcher Angriffe, den Austausch von Warnungen unter US-KI-Firmen sowie strengere Exportbeschränkungen für chinesische Akteure beim Zugang zu KI-Technologien und Chips. Alibaba äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Zudem räumte Elon Musk ein, Distillation für seinen Grok-Chatbot genutzt zu haben, während Anthropic jüngst die temporäre Marktrücknahme seiner Fable-5-Software hinnehmen musste.
Anthropic wirft Alibaba massiven Datendiebstahl vor und fordert US-Kongress zum Handeln auf
Anthropic wirft dem chinesischen Konglomerat Alibaba vor, in großem Stil versucht zu haben, Fähigkeiten der KI-Software Claude unerlaubt zu extrahieren. Unter Berufung auf knapp 29 Millionen Interaktionen von rund 25.000 betrügerischen Konten zwischen Ende April und Anfang Juni hat Anthropic in einem Brief an den US-Kongress schärfere Maßnahmen gefordert. Dazu zählen strengere Restriktionen gegen chinesische Firmen, die Erlaubnis für US-KI-Unternehmen, sich gegenseitig vor Angriffen zu warnen, sowie engere Grenzen für den chinesischen Zugriff auf KI-Chips. Alibaba äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Gleichzeitig befindet sich Anthropic in einem separaten Streit mit der US-Regierung, nachdem Behörden die vorübergehende Marktrücknahme des KI-Produkts Fable 5 wegen Sicherheitsbedenken erzwungen hatten.
Alibaba bannt Anthropic KI nach Vorwurf des Distillation Attack
Alibaba hat seinen Mitarbeitern angewiesen, die KI-Tools von Anthropic nicht mehr für die Arbeit zu nutzen, und Claude Code mit Wirkung zum 10. Juli 2026 auf eine Liste für Hochrisikosoftware gesetzt. Dies ist die Reaktion auf Anschuldigungen von Anthropic in einem Schreiben an den US-Senatsausschuss im Juni, wonach Alibaba versucht habe, dessen KI-Fähigkeiten über einen massiven Distillation Attack abzugreifen. Die Nutzungsbedingungen von Anthropic untersagen chinesischen Unternehmen die Nutzung der Modelle. Alibaba fordert die Belegschaft auf, Anthropic-Modelle zu deinstallieren und stattdessen den hauseigenen KI-Assistenten Qoder zu verwenden. Die Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Berichten, wonach chinesische Firmen über Workarounds in Drittländern auf Claude zugegriffen hatten, was die Compliance- und Sicherheitsrisiken für Unternehmen im Umgang mit Foundation Models erhöht.
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