Beobachtetes Signal · 30. Nov. 2025 · Industry Analysis · Quelle: State of Streaming · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
AM/FM-Radio bleibt das reichweitenstärkste Massenmedium in den USA
Aktuelle Nielsen-Daten belegen, dass AM/FM-Radio wöchentlich weiterhin 87 Prozent der US-Bevölkerung erreicht, bei starker Penetration in der werberelevanten Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen. In einem Interview betont Pierre Bouvard, Chief Insights Officer bei Cumulus Media | Westwood One, die Stärke des Radios liege in kontinuierlicher Reichweite und kontextbezogenem Hören: Zwei Drittel der Nutzung finden außer Haus und fast die Hälfte im Auto statt. Streaming ergänzt das Medium, statt es zu ersetzen, wobei der Streaming-Anteil von 7 Prozent im Jahr 2017 auf 13 Prozent gestiegen ist. Auf Smart Speakers vereint AM/FM-Radio 54 Prozent des werbefinanzierten Audios auf sich, während Podcasts bei 20 Prozent liegen. Bouvard hebt Moderatoren als wichtigsten Loyalitätsfaktor hervor und sieht in künstlicher Intelligenz, etwa für lokalisierte AI Voice Tags, eine sinnvolle Ergänzung zur Entlastung menschlicher Talente.
Dies bestätigt, dass AM/FM-Radio ein stabiler Reichweitenkanal mit hoher Relevanz für die Audio-Mediaplanung bleibt. Es verdeutlicht zudem, wie Streaming und Smart-Speaker-Nutzung die Werbebudgets zwischen Radio und Podcasts verschieben.
Marktsignale zu Nielsen in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Nielsen-Daten zeigen, dass AM/FM-Radio wöchentlich 87 % der US-Bevölkerung erreicht.
- Pierre Bouvard ist Chief Insights Officer bei Cumulus Media | Westwood One.
- Der Anteil der Radionutzung via Streaming stieg von 7 % (2017) auf 13 %.
- Zwei Drittel der Radionutzung finden außer Haus und fast die Hälfte im Auto statt.
- Auf Smart Speakers entfallen 54 % des ad-supported Audio auf AM/FM-Radio und 20 % auf Podcasts.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Studien belegen: AM/FM-Radio dominiert weiterhin die Audio-Nutzung im Auto
Mehrere aktuelle Studien und Branchenberichte zeigen, dass das klassische AM/FM-Broadcast-Radio nach wie vor die wichtigste Audioquelle für Autofahrer ist. Laut dem „Share of Ear“-Bericht von Edison Research für das zweite Quartal 2025 entfallen 56 Prozent der Audio-Nutzungszeit im Auto in den USA auf AM/FM, während Satellitenradio 13 Prozent und Streaming-Dienste lediglich 6 Prozent ausmachen. Bei ad-supported Audio liegt der AM/FM-Anteil sogar bei 85 Prozent. Eine globale WorldDAB-Umfrage unter über 8.000 Autokäufern ergab, dass 83 Prozent im Fahrzeug Radio hören. Selbst bei Tesla-Besitzern macht AM/FM 51 Prozent der Audio-Nutzungszeit aus. Zwar erschweren moderne Fahrzeugdesigns mit weniger physischen Tasten die Discovery von Radiosendern, doch Audacy-Untersuchungen belegen eine hohe Werbewirkung: 56 Prozent der Befragten suchten nach dem Hören eines Radio-Spots im Auto nach Informationen zum Advertiser.
Podcasts überholen Talk-Radio bei US-Hörerschaft
Der „Share of Ear“-Report von Edison Research belegt erstmals, dass Podcasts in den USA einen größeren Anteil an der gesprochenen Wort-Nutzung haben als AM/FM-Talk-Radio: Podcasts machen 40 Prozent der Hörzeit aus, verglichen mit 39 Prozent für das klassische Radio. Die Daten verdeutlichen den anhaltenden Boom des Mediums, bei dem auch Video-Podcasts in die Statistiken einfließen. Schätzungen gehen von 115 Millionen wöchentlichen US-Hörern aus, während Streaming-Dienste wie Netflix verstärkt Partnerschaften mit Branchengrößen wie iHeartMedia und Barstool Sports eingehen. YouTube verzeichnete im Jahr 2025 monatlich 700 Millionen Stunden an Podcast-Konsum auf Connected TV-Geräten, was einem massiven Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein aktueller Bericht von Triton Digital zeigt zudem eine signifikante Überschneidung zwischen Audio- und Video-Podcast-Publika, was neue Anforderungen an Ad-Targeting und Monetarisierung im Audio- und CTV-Ökosystem stellt.
Studie: Mentale Verfügbarkeit von Audio stärkt die Markenreichweite
Die von RMS und ARD MEDIA veröffentlichte Studie „Audioeffekt 2026 – Always within Reach“ untersucht, wie die mentale Verfügbarkeit in Alltagssituationen zur Medienreichweite und Markenpräsenz beiträgt. Basierend auf einer Onlinestichprobe von 2.878 deutschen Erwachsenen wurde die Nutzung von elf Mediengattungen über fünf Tage sowie die Assoziation mit 25 Media Entry Points gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass Radio mit einem Mental Market Share von 18 Prozent das untersuchte Feld anführt; 86 Prozent der Befragten assoziieren Radio mit mindestens einer relevanten Alltagssituation. Auch beim Network Size erzielen Musik-Streaming (7,1 Assoziationen) und Radio (6,8 Assoziationen) Höchstwerte. Die Studie unterstreicht, dass Audio – insbesondere Radio und Musik-Streaming – fest in wiederkehrende Alltagskontexte eingebettet und daher von hoher Relevanz für den Markenaufbau und die Mediaplanung ist.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
