Beobachtetes Signal · 29. Sept. 2025 · Analysis · Quelle: Marketecture · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
KI-Suche bedroht Publisher und AdTech-Anbieter
KI-gestützte Suchfunktionen und AI Overviews verändern die traditionelle Symbiose zwischen Publishern und Google grundlegend, da sie zu massiven Einbussen bei Referral-Traffic führen. Im Jahr 2024 verarbeitete Google über fünf Billionen Suchanfragen, was einem Anstieg von 22 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Gleichzeitig stieg die Rate der Zero-Click-Suchen bis Mai 2025 auf knapp 70 Prozent; bei eingeblendeten KI-Zusammenfassungen springt dieser Wert sogar auf 80 bis 83 Prozent. Unabhängige Studien belegen, dass selbst auf Platz eins gerankte Websites in AI Summaries bis zu 70 Prozent ihrer Click-Through-Rate einbüssen können. Bekannte Publisher verzeichnen drastische Rückgänge: CNN verlor rund 30 Prozent, Business Insider und HuffPost etwa 40 Prozent, und The Washington Post halbierte ihre Such-Referrals innerhalb von drei Jahren. Publisher reagieren darauf mit direkten Nutzerbeziehungen, Lizenzdeals, Pay-as-you-crawl-Modellen und juristischen Schritten. AdTech-Vendors müssen sich im Zuge dieser Entwicklung strategisch neu ausrichten.
Der Vormarsch der KI-basierten Suche führt zu einer drastischen Veränderung des Nutzerverhaltens und bedroht die Monetarisierungsmodelle von Publishern sowie die fundamentale Ökonomie von AdTech-Anbietern.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Google verarbeitete 2024 über 5 Billionen Suchanfragen, ein Plus von 22 Prozent im Jahresvergleich.
- Bis Mai 2025 endeten fast 70 Prozent aller Suchen ohne Klick; AI Overviews treiben Zero-Click-Quoten auf 80–83 Prozent.
- Websites auf Rang eins einer KI-Zusammenfassung können bis zu 70 Prozent ihrer CTR verlieren.
- Der Traffic von CNN sank um ca. 30 Prozent, Business Insider und HuffPost verzeichneten Rückgänge von rund 40 Prozent.
- The Washington Post halbierte ihre Such-Referrals binnen drei Jahren, während Chegg einen Einbruch des Nicht-Abonnenten-Traffics um fast 50 Prozent hinnehmen musste.
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KI-Disruption: Publisher kämpfen mit verheerenden Traffic-Verlusten
Generative KI hat die Monetarisierung im Open Web grundlegend verändert, da Zero-Click AI Overviews und Chat-Schnittstellen den Referral Traffic von Publishern drastisch reduzieren. Im Jahr 2025 verzeichneten Medienhäuser Einbußen bei Traffic und Umsätzen zwischen 20 % und 90 %, was kleinere Outlets zu Schließungen und Entlassungen zwang. Während Klagen gegen Big Tech und KI-Start-ups wegen unautorisierten Scrapings zunehmen, prüfen Publisher neue Bezahlmodelle für den Content-Zugriff. CTR-Daten von Pew, Seer Interactive und Semrush belegen massive Einbrüche bei AI Overviews: Zitierte Links am Seitenanfang erreichen nur rund 1 % CTR, während organische Links unterhalb einer AIO von ca. 15 % auf 8 % abfallen. ChatGPT generierte zwischen September und November zwar rund 1,2 Milliarden Outbound-Verweise auf Publisher-Websites (ein Anstieg von 52 % im Jahresvergleich), doch machen alle KI-Plattformen zusammen weiterhin nur etwa 1 % des gesamten Publisher-Traffics aus. Dies unterstreicht einen systemischen Wandel für digitale Verlage.
KI-Suche bricht Open-Web-Traffic ein: Publisher unter Druck
Generative KI-Suchschnittstellen und ‚AI Overviews‘ haben den Referral-Traffic sowie die Werbeumsätze digitaler Publisher im Jahr 2025 drastisch reduziert; viele Branchenvertreter melden Rückgänge zwischen 20 % und 90 %. Studien von Pew Research, Seer Interactive und Semrush belegen stark sinkende Click-Through-Rates bei KI-Einblendungen, während Zero-Click-Ergebnisse zunehmen. ChatGPT und andere Chat-Interfaces generieren zwar Zuwächse, machen jedoch zusammen nur etwa 1 % des gesamten Publisher-Traffics aus. Publisher reagieren darauf mit Klagen, Lizenzierungsangeboten, Paywalls und KI-freundlichen Monetarisierungsansätzen. Diese Entwicklung beschleunigt die Konzentration von Werbebudgets in Walled Gardens und erzwingt strukturelle Anpassungen im gesamten Open-Web-Ökosystem.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
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