Beobachtetes Signal · 29. Sept. 2026 · Opinion / Commentary · Quelle: The Drum · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
KI bedroht Junioren-Rollen, Mentoring gefordert
Becky Power, Kreativdirektorin bei DOOH.com und Jurorin des Drum Awards Festivals, warnt, dass KI die Aufgaben übernimmt, von denen Junioren traditionell lernten, wie Moodboards, Storyboards und Copy-Varianten. Dieser Trend, verstärkt durch hybrides Arbeiten, birgt das Risiko, dass Junior-Rollen ganz verschwinden und die kreative Entwicklung verkümmert. Power fordert, dass Seniors mehr Zeit in die Mentoring von Junioren investieren, um deren Originalität und Geschmack zu fördern. Während KI die Produktion beschleunigt, liefert sie durchschnittliche Ergebnisse, daher bleibt menschlicher Geschmack entscheidend für herausragende Arbeiten. Sie stellt fest, dass KI bei DOOH.com in fast allen Phasen eingesetzt wird, vom ersten Visual bis zur finalen Auslieferung, was Zeit für die Verbesserung des Konzepts spart. Darüber hinaus setzt sie sich für Out-of-Home-Werbung ein, wegen ihrer Reichweite und Vertrauenswürdigkeit, und betont die Bedeutung von Markendistinktion in einer Welt zunehmender Gleichförmigkeit.
Der Artikel ist ein Meinungsbeitrag einer Branchenfigur über die Auswirkungen von KI auf Junior-Kreativrollen und die Bedeutung von Mentoring, bietet Einblicke, aber kündigt kein spezifisches Ereignis oder Produkt an. Er ist für die AdTech/MarTech-Branche relevant, da er KI in der Kreativproduktion und deren Auswirkungen auf die Talententwicklung thematisiert, aber es fehlen konkrete geschäftliche Maßnahmen oder Ankündigungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Becky Power ist Kreativdirektorin bei DOOH.com und Jurorin beim Drum Awards Festival.
- Power warnt, dass KI Aufgaben übernimmt, von denen Junioren früher lernten, wie Moodboards und Storyboards.
- Hybrides Arbeiten isoliert Junior-Kreative laut Power von der Zusammenarbeit.
- KI wird bei DOOH.com in fast jeder Phase eingesetzt, vom ersten Visual bis zur finalen Auslieferung.
- Out-of-Home-Werbung erreicht laut Power wöchentlich 98% der Bevölkerung in Großbritannien.
Ontologie & Marktkonzepte
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Rich Silverstein warnt: KI könnte kreative Bequemlichkeit in Agenturen fördern
In einem Interview mit The Drum im Vorfeld des Dokumentarfilms „The Creativity Machine“ betont Rich Silverstein, Co-Chairman und Co-Creative Director von Goodby, Silverstein & Partners, dass er KI als Partner und nicht als Ersatz für menschliche Kreative betrachtet. Gleichzeitig warnt er davor, dass Technologie Bequemlichkeit fördere – insbesondere bei jüngeren Talenten. Der 77-jährige Branchenveteran stellt fest, dass Agenturen KI bereits intensiv zur Informationsbeschaffung nutzen und Kunden versucht sein könnten, Headcounts durch KI-Substituierung zu reduzieren. Silverstein unterstreicht, dass er KI-Generierungen niemals ungeprüft übernimmt, sondern stets redaktionell anpasst. Zwar erkennt er den Nutzen von KI für spezifische Aufgaben wie Formulierungshilfen an, plädiert jedoch vehement für den Primat menschlicher Kreativität gegenüber rein automatisierten Prozessen.
KI kann Kreativität in der Werbung nicht ersetzen
Generative KI wird oft als Wegbereiter für automatisiertes ‚Self-Driving Advertising‘ gefeiert, doch Automatisierung kann menschliches Urteilsvermögen nicht ersetzen. Während KI Inhalte rasant produziert, bleiben inhaltliche Kohärenz, Konsistenz und emotionale Ansprache die zentralen Treiber für Kampagnenwirksamkeit. Der Beitrag zieht Parallelen zum Branchenumbruch von 1986 – etwa der Entstehung der Omnicom Group durch Fusionen von Agenturen wie BBDO, DDBO und Needham Harper & Steers sowie der Übernahme von Ted Bates durch Saatchi & Saatchi –, in dem Skalierung oft zulasten der Qualität ging. Heute droht ein Überfluss an unkoordinierten KI-Variationen über verschiedene Plattformen hinweg. Marken müssen jedoch unverwechselbar bleiben, weshalb datengetriebene Insights durch die Verknüpfung kreativer Ideen mit Performance entstehen. Autorseitig empfohlene Schritte umfassen die Vernetzung des Content-Ekosystems, die Integration kreativer Daten in die Messung und den Fokus auf Ideenresonanz statt bloßen Output. Fazit: Konsistenz ist die neue Skalierung im Zeitalter automatisierter Werbung.
KI reduziert Bedarf an Einstiegspositionen und verändert die Talentstruktur
Künstliche Intelligenz automatisiert zunehmend operative Routineaufgaben, die traditionell von Junior-Mitarbeitern in der Werbe- und Medienbranche übernommen wurden, und zwingt Unternehmen zum Umdenken beim Recruiting von Einstiegskräften. Bei der Londoner Agentur Catalyst übernehmen KI-Tools bereits Research, Copywriting sowie Datenerfassung, wodurch ein einzelner Junior-Mitarbeiter fünf Kundenetats betreuen kann. Laut einer Umfrage der Open University gaben 51 % der britischen Führungskräfte an, dass KI ihr Einstellungsverhalten verändert; 19 % reduzieren die Neueinstellungen auf Einstiegsebene. Während Experten warnen, dass der Wegfall basaler Aufgaben die fachliche Entwicklung und Tiefe künftiger Fachkräfte gefährdet, nutzen Vorreiter KI zur Beschleunigung von Arbeitsabläufen oder zur Schaffung neuer Rollenprofile. Der Fokus verlagert sich damit von reiner operativer Arbeitsleistung hin zu kritischem Denken, Qualitätssicherung und strategischer Betreuung.
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