Beobachtetes Signal · 11. Okt. 2026 · Research Study · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral

KI-Chatbot-Wendungen nehmen in Schweizer Medien zu

Zusammenfassung des Signals

Eine linguistische Analyse der ZHAW-Forscherin Julia Krasselt, die in der NZZ am Sonntag vorgestellt wurde, zeigt, dass deutschschweizer Medien seit der Lancierung von ChatGPT vermehrt Formulierungen verwenden, die typisch für KI-Textgeneratoren sind. Wörter wie «Herzstück» kommen heute doppelt so häufig vor, und Konstruktionen wie «keine …, sondern …» haben deutlich zugenommen. Andere typische Wendungen wie «zusammenfassend» wurden jedoch nicht signifikant häufiger. Krasselt betont, dass die Statistik keinen Beweis für maschinell verfasste Artikel darstellt, da Journalisten die Muster auch durch den Umgang mit KI übernehmen könnten.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die Studie zeigt den subtilen Einfluss von KI auf die Mediensprache, was für das Verständnis der KI-Adoption im Journalismus relevant ist, aber keinen großen Branchenwandel darstellt.

SIGNAL RADAR

Marktsignale im Bereich AI in Media in Echtzeit verfolgen

Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.

Kostenlos im Explorer starten
Kostenloser Explorer-ZugangKeine Kreditkarte nötigSofortiges Watchlist-Setup

Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • ZHAW-Linguistin Julia Krasselt verglich Medientexte vor und nach der Lancierung von ChatGPT.
  • Die Verwendung von «Herzstück» hat sich in deutschschweizer Medien seit ChatGPT verdoppelt.
  • Konstruktionen wie «keine …, sondern …» haben deutlich zugenommen.
  • Die Studie wurde in der NZZ am Sonntag vorgestellt.
  • Krasselt sagt, die Statistik beweise keine KI-geschriebenen Artikel.

Ontologie & Marktkonzepte

Large Language Models (LLM) & AIPublisher & Media OwnerContextual Intelligence & Targeting#AI-generated language patterns#Chatbot phrase frequency analysis
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: persoenlich.com News•Veröffentlicht: 11. Okt. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “KI-Sprache: Chatbot-Wendungen nehmen im Journalismus zu”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Platform14. Okt. 2026

Medien-Chatbots suchen ihren Platz

Schweizer Medienhäuser experimentieren mit Chatbots für ihr Publikum, doch die Nutzerresonanz ist ungewiss, was zu gemischten Ergebnissen führt. Blick hat seinen mit Google entwickelten Chatbot „Frag Blick“ wegen mangelndem Nutzerinteresse eingestellt und setzt nun auf personalisierte Empfehlungen. Bereits 2018 wurde der Newsbot „Blicki“ eingestellt. Der Beobachter betreibt jedoch weiterhin einen Rechtschatbot, der monatlich rund 4.000 Fragen beantwortet. Die NZZ lancierte im Oktober 2026 „FragNZZ“, das Fragen auf Basis ihrer Artikel seit 2018 beantwortet und vor allem für höhere Abostufen gedacht ist. Der Assistent gilt eher als Wegweiser durchs Archiv denn als Gesprächspartner. SRF, CH Media und Tamedia beobachten und testen: Tamedia stellt fest, dass die Nutzung vor allem über vorgeschlagene Fragen erfolgt. Medien-Chatbots konkurrieren mit allgemeinen KI-Assistenten wie ChatGPT, die oft Medieninhalte zitieren – was zu gegensätzlichen Strategien führt: Blick lässt fremde Bots zu, die NZZ blockiert sie.

Signal analysieren
Publisher & AI in Journalism1. Juli 2026

Studie: KI verfasst journalistisch gleichwertige und überzeugende Texte

Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass Leser KI-generierte oder KI-unterstützte Nachrichten über Schweizer Politik hinsichtlich Glaubwürdigkeit, Lesbarkeit und Qualität kaum von journalistischen Texten unterscheiden können. Im Mai 2024 bewerteten 599 Teilnehmer aus der Deutschschweiz entsprechende Ausschnitte. Die am 1. Juli 2026 in Scientific Reports veröffentlichten Ergebnisse belegen, dass die Qualität als gleichwertig wahrgenommen wird. Der nachträgliche Hinweis auf den Einsatz von KI steigerte zwar kurzfristig die Neugier, erhöhte jedoch nicht die langfristige Bereitschaft zum Konsum solcher Inhalte. Die Autoren weisen darauf hin, dass Intentionen und nicht das tatsächliche Verhalten gemessen wurden. Andere Erhebungen, wie jene des Reuters Institute, verzeichnen weiterhin eine erhebliche Skepsis gegenüber KI-generierten Texten in der Öffentlichkeit.

Signal analysieren
Large Language Models (LLM) & AI25. Aug. 2026

IGEM-Digimonitor 2026: Künstliche Intelligenz in der Schweiz verdoppelt sich

Der vom IGEM und der WEMF veröffentlichte IGEM-Digimonitor 2026 basierend auf einer Intervista-Befragung von 1.957 Personen zeigt, dass sich die KI-Nutzung in der Schweiz von 40 Prozent im Jahr 2024 auf 80 Prozent im Jahr 2026 verdoppelt hat. Die Nutzung ist bei den 15- bis 34-Jährigen mit 91 Prozent gelegentlicher und 44 Prozent täglicher Nutzung am höchsten. ChatGPT bleibt mit 4,3 Millionen Nutzern und 67 Prozent gelegentlicher Nutzung die führende KI-Plattform in der Schweiz, gefolgt von Gemini, Copilot, Claude und Perplexity. Die Studie verzeichnet zudem eine steigende Nutzung von KI in der Suche – 77 Prozent nutzen den KI-Modus in klassischen Suchmaschinen, 57 Prozent eigenständige KI-Plattformen – sowie eine sinkende Zahlungsbereitschaft für digitale Nachrichten über alle demografischen Gruppen hinweg. Zudem verschiebt sich der Medienkonsum jüngerer Zielgruppen verstärkt zu Streaming- und Social-Media-Plattformen.

Signal analysieren
Executive Briefing & Watchlist

Alle künftigen Signale im Segment AI in Media automatisch im Briefing erhalten

Verpassen Sie keine M&A-Transaktionen, Führungswechsel, Kunden-Etats oder Produkt-Launches mehr. Polaris7 überwacht über 20.000 Primärquellen rund um die Uhr und liefert evidenzbasierte Telemetrie direkt in Ihr wöchentliches Executive Briefing.

Kostenlos im ExplorerKeine KreditkarteJederzeit abbestellbar