Beobachtetes Signal · 3. Aug. 2026 · Regulation · Quelle: onlinemarketing.de · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Neutral

EU AI Act: Transparenzpflichten für KI-Texte ab 2. August in Kraft

Zusammenfassung des Signals

Artikel 50 des EU AI Act zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten ist am 2. August 2026 teilweise anwendbar. Die Verpflichtungen greifen jedoch enger als oft befürchtet: Sie gelten nur für veröffentlichte Texte, die die Öffentlichkeit über Themen von allgemeinem Interesse informieren (kumulative Kriterien). Die Verantwortung trägt der Betreiber, nicht einzelne Mitarbeitende, während AI-System-Provider Outputs maschinenlesbar kennzeichnen müssen. Eine wichtige Ausnahme entbindet von der sichtbaren Kennzeichnungspflicht, wenn eine wesentliche redaktionelle Prüfung durch Menschen erfolgt ist und die editorische Verantwortung übernommen wird (Artikel 50(4)). Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des globalen Jahresumsatzes. Eine Untersuchung deutscher Krankenkassen-Websites zeigt, dass der Großteil der Inhalte unverändert blieb und ein maschinenähnlicher Stil kein verlässlicher Indikator für die Prüfungspflicht ist.

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Hohe Konfidenz

Die teilweise Anwendung von Artikel 50 des EU AI Act schafft verbindliche regulatorische Vorgaben für Publisher, Marketer und AI-Provider bezüglich Kennzeichnung, Compliance und Haftung bei der Veröffentlichung öffentlicher Inhalte.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 des EU AI Act sind am 2. August 2026 teilweise in Kraft getreten.
  • Artikel 50 greift nur bei Erfüllung von drei Kriterien: Veröffentlichung, Information der Öffentlichkeit und Relevanz für Angelegenheiten von öffentlichem Interesse.
  • Die sichtbare Kennzeichnung entfällt bei substanzieller menschlicher beziehungsweise redaktioneller Kontrolle und übernommener editorischer Verantwortung (Artikel 50(4)).
  • AI-System-Provider müssen Outputs maschinenlesbar kennzeichnen, was jedoch die sichtbare Kennzeichnung oder die Ausnahme durch menschliche Prüfung nicht ersetzt.
  • Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes; eine Studie zu gesetzlichen Krankenkassen ergab, dass 94,1 Prozent der geprüften Passagen unverändert blieben.

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Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: onlinemarketing.de•Veröffentlicht: 3. Aug. 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “Seit dem 2. August musst du KI-Texte kennzeichnen!? Wahrscheinlich nicht”

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