Beobachtetes Signal · 10. Okt. 2025 · Research Study · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv

Werbeindustrie setzt nach Cookie-Ära massiv auf Alternative ID-Lösungen

Zusammenfassung des Signals

Trotz der Aufschiebung des Chrome-Cookie-Ende setzt die digitale Werbeindustrie verstärkt auf Alternative ID-Lösungen, um Daten in einem fragmentierten Ökosystem zu vernetzen. Der fünfte State of Digital Identity Report von ID5, basierend auf einer Befragung von über 250 Branchenteilnehmern in EMEA, den USA, Asien und Lateinamerika, belegt einen globalen Wandel hin zu identitätsbasierten Ansätzen. Bereits 91 % nutzen oder planen Tests mit Cookie-Alternativen. Für nicht-adressierbaren Traffic dominieren Alternative ID-Lösungen (67 %), Private Marketplaces mit First-Party Data (57 %), Data Clean Rooms (51 %) sowie Cross-Publisher IDs wie Shared IDs (50 %). Cross-Channel Identity Graphs werden von 84 % eingesetzt oder geplant, wobei 90 % positive Ergebnisse verzeichnen. Zudem gewinnt ID Bridging an Bedeutung, während Datenschutz und Consent Management vor allem bei Connected TV zentrale Herausforderungen bleiben.

Polaris7 AgentStrategische Einordnung
Hohe Konfidenz

Die globale Umfrage belegt die breite Marktdurchdringung von Alternative ID-Lösungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Identity-Infrastruktur im programmatischen Ecosystem.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Der ID5 State of Digital Identity Report 2025 basiert auf einer Befragung von über 250 Branchenteilnehmern in EMEA, den USA, Asien und Lateinamerika (Juni bis Juli 2025).
  • 91 % der Marktteilnehmer nutzen bereits Cookie-Alternativen oder planen entsprechende Tests.
  • Bei nicht-adressierbarem Traffic sind Alternative ID-Lösungen (67 %), Private Marketplaces mit First-Party Data (57 %), Data Clean Rooms (51 %) und Shared IDs (50 %) die führenden Methoden.
  • 84 % betreiben oder planen einen Cross-Channel Identity Graph.
  • 90 % der Befragten berichten von positiven Resultaten durch ihre Identity-Strategien.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: Adzine•Veröffentlicht: 10. Okt. 2025
Ursprünglicher Berichttitel: “Alternative ID-Lösungen gewinnen global an Land”

Verwandte Marktsignale & Trends

Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.

Privacy29. Sept. 2026

AdTech bereitet sich auf Apples iOS-27-Blocklist vor

Das iOS-27-Update von Apple, das Mitte September veröffentlicht wurde, blockierte unerwartet mehrere Daten- und Identitätsanbieter, darunter LiveRamp, Permutive, Audigent und die adsrvr.org-Domain von The Trade Desk. The Trade Desk wurde in der iOS-27.2-Beta von der Blocklist entfernt, aber das grundlegende Problem bleibt bestehen, da Apple eine umfassendere Blocklist mit Hunderten von AdTech- und MarTech-Unternehmen plant. Die blockierten Domains sind für Identität und geräteübergreifendes Tracking entscheidend; ihre Entfernung stört die Anzeigenauslieferung, die Attribution und die Verwendung alternativer IDs in Safari. Anbieter erwägen die Migration zu First-Party-Server-Implementierungen, wobei der Trusted Server des IAB Tech Lab als mögliche Lösung hervorgeht. Die Einführung ist jedoch langsam, und die Auswirkungen sind derzeit durch die geringe Installationsbasis von iOS 27 begrenzt, dürften aber zunehmen.

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Privacy / Consent (IAB TCF vendor registry)27. Aug. 2026

Advertiser Analytics in einer Ära ohne Device-Identifier

Ein Fachbeitrag von ExchangeWire bietet eine detaillierte Übersicht über Hunderte von AdTech- und MarTech-Anbietern, die im IAB TCF Vendor- und Consent-Registry registriert sind. Die Dokumentation schlüsselt für jeden Vendor die deklarierten Einwilligungszwecke, Berechtigtes-Interesse-Nutzungen, Sonderzwecke, Features, Datenerfassungskategorien, Speicherfristen sowie Cookie- und Tracking-Methoden transparent auf. Das Verzeichnis fungiert als zentrale Referenz für Transparenz und Consent Management im IAB-TCF-Rahmenwerk. Es zeigt praxisnah, wie Technologieanbieter ihre Datennutzung und Datenaufbewahrung in einem Ökosystem strukturieren, das sich zunehmend von traditionellen Device-Identifiern abwendet. Für Marktteilnehmer dient diese Zusammenstellung primär als technisches Nachschlagewerk zur Optimierung von Advertiser Analytics, zur Sicherstellung von Privacy Compliance sowie zur Durchführung strukturierter Vendor- und Inventory-Audits im programmatischen Media-Einkauf.

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Privacy / Consent (TCF) Vendor Disclosures12. Aug. 2026

IAB TCF Vendor List und Consent-Offenlegungen veröffentlicht

Das ExchangeWire-Verzeichnis (veröffentlicht im August 2026) stellt eine primär maschinenlesbare IAB Transparency & Consent Framework (TCF 980) Vendor-Disclosure-Liste bereit, die Dutzende bis Hunderte AdTech-, MarTech-, Measurement- und Publisher-Anbieter umfasst. Für jedes Unternehmen verzeichnet das Register deklarierte Zwecke (Consent versus Legitimate Interest), Sonderzwecke/-funktionen, verarbeitete Datenkategorien, Tracking-Methoden, anbieterspezifische Consent-Ablauffristen sowie Datenspeicherfristen – inklusive konkreter Aufbewahrungsbeispiele. Die alphabetische Liste führt große Player wie Branch Metrics, 33Across, Adobe Advertising Cloud/Audience Manager, Amazon Ads, Google Advertising Products, Criteo, LiveRamp und PubMatic auf. Als maschinenlesbare Transparenzressource für Publisher, CMP-Betreiber sowie Privacy- und Compliance-Teams weist die Seite explizite Publikationszeitpunkte im August 2026 aus (12., 13., 19. und 20. August 2026).

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