Beobachtetes Signal · 1. Okt. 2025 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
70 Prozent der Arbeitsuchenden halten den Mindestlohn für zu gering
Eine von Jooble zwischen Juni und August 2025 unter 1.195 Befragten in Deutschland durchgeführte Umfrage zeigt, dass 70 Prozent den aktuellen gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde als unzureichend zur Deckung der Lebenshaltungskosten ansehen. Trotz geplanter Erhöhungen auf 13,90 Euro im Jahr 2026 und 14,60 Euro im Jahr 2027 fordern rund 53,8 Prozent einen Stundenlohn von über 15 Euro, während 29,9 Prozent Beträge zwischen 14 und 15 Euro als angemessen erachten. Zudem befürwortet eine klare Mehrheit von über 60 Prozent eine automatische jährliche Anpassung an die Inflation. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen erwarten fast 40 Prozent keine spürbare Verbesserung ihrer finanziellen Situation. Weitere Ergebnisse verdeutlichen, dass rund ein Viertel der Befragten einen erschwerten Jobsucheprozess meldet und knapp 60 Prozent trotz höherer Löhne keine zusätzlichen Schichten übernehmen würden.
Allgemeine arbeitsmarktliche Relevanz mit gesamtwirtschaftlicher Bedeutung; kein spezifischer AdTech- oder MarTech-Bezug.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Jooble führte die Umfrage vom 19. Juni bis 25. August 2025 mit 1.195 Teilnehmern in Deutschland durch.
- Der aktuelle Mindestlohn liegt bei 12,82 Euro pro Stunde; geplante Erhöhungen betragen 13,90 Euro (2026) und 14,60 Euro (2027).
- 70 Prozent der Befragten erachten den aktuellen Mindestlohn als unzureichend, 17 Prozent halten ihn für fair.
- 53,8 Prozent fordern mehr als 15 Euro pro Stunde; 29,9 Prozent halten 14 bis 15 Euro für angemessen.
- Über 60 Prozent unterstützen eine automatische jährliche Inflationsindexierung, während 20,5 Prozent diese ablehnen.
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