Beobachtetes Signal · 8. Juli 2021 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Wegen Play Store-Monopol: 37 US-Bundesstaaten verklagen Google
Siebenunddreißig US-Bundesstaaten haben eine Kartellklage gegen Google eingereicht und werfen dem Unternehmen vor, durch Voreinstellungen und Monetarisierungspraktiken ein Monopol im Android Play Store zu aufrechtzuerhalten. Die Kläger argumentieren, dass der Play Store die App-Distribution und die Umsätze dominiert, da rund 90 % aller Android-Apps über Google Play heruntergeladen werden und Entwickler etwa 30 % ihrer App-Erlöse an Google abführen müssen. Selbst nach Provisionssenkungen für bestimmte Entwickler sichert sich Google laut der Klageschrift Wettbewerbsvorteile, die rivalisierende App Stores behindern. Google entgegnete, dass die Klage unbegründet sei und Parallelen zum Rechtsstreit von Epic Games aufweise, wobei die Offenheit von Android für alternative App Stores oder Direkt-Downloads hervorgehoben wurde. Das Verfahren folgt auf eine Untersuchung aus dem September 2019; es bleibt abzuwarten, ob das Gericht die Klage zulässt.
Regulatorische Kartellklagen gegen dominante Plattformen wie Google haben weitreichende Auswirkungen auf das Android-Ökosystem sowie die digitale Monetarisierungs- und Werbelandschaft.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 37 US-Bundesstaaten haben eine Kartellklage gegen Google eingereicht.
- Die Kläger werfen Google vor, die Distribution und Monetarisierung von Android-Apps im Play Store zu dominieren.
- Etwa 90 % der Android-Apps werden über den Google Play Store heruntergeladen.
- Entwickler zahlen in der Regel rund 30 % ihrer App-Erlöse an Google.
- Google bezeichnet die Klage als unbegründet, verweist auf das Verfahren von Epic Games und betont die Wahlfreiheit der Nutzer für alternative App-Downloads.
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Google und Epic ziehen Vergleich zurück: Play-Store-Öffnung rückt näher
Google und Epic Games haben ihren gemeinsamen Antrag zur Änderung der US-Gerichtsverfügung zur Android-App-Distribution zurückgezogen. Damit wird der Weg frei, dass der Google Play Store in den USA ab dem 22. Juli 2026 konkurrierende Third-Party App Stores führen muss. Google setzt nun die ursprüngliche richterliche Anordnung um, anstatt des zuvor verhandelten Sideloading-Modells für registrierte Stores. Zur Vorbereitung startete Google das Play Catalogue Access Program: Teilnehmende Drittanbieter müssen eine jährliche Prüfgebühr von 5.000 US-Dollar entrichten, Apps ausschließlich in den USA vertreiben, strenge Sicherheitsrichtlinien erfüllen, transparente Trust-and-Safety-Standards vorweisen und die Malware-Installationsversuche unter einem Prozent halten. Der Schritt folgt auf ein Geschworenenurteil, das Google ein illegales Monopol bei der Android-App-Distribution attestierte. Offen bleibt weiterhin, ob Google Gebühren für Link-out-Zahlungen erheben darf.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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