IAB Tech Lab verteidigt ads.txt gegen neuen adagents.json-Standard
Hillary Slattery, Senior Director of Programmatic beim IAB Tech Lab, hat in einer offiziellen Stellungnahme den vorgeschlagenen Standard 'adagents.json' als redundant und fehlerhaft zurückgewiesen. Sie argumentiert, dass die bewährten Spezifikationen ads.txt, sellers.json und das Supply Chain Object bereits eine umfassende Validierung des programmatischen Einkaufspfads ermöglichen. Entgegen lautgeworfenen Kritikpunkten bietet ads.txt sehr wohl Möglichkeiten zur Property-Identifikation, länderspezifischen Autorisierung und direkten Pfadmarkierung – unter anderem über OWNERDOMAIN, Subdomains sowie die Kennzeichnung als DIRECT oder RESELLER. Eine neue, unüberprüfte Norm drohe das Ökosystem zu destabilisieren, weshalb DSPs auf eine konsequente Zwei-Wege-Verificación setzen sollten, um unautorisierte Seller auszuschließen. Jounce Media zufolge erlauben bereits 98 % aller Bid-Streams eine unabhängige Prüfung der Direktheit. Das IAB Tech Lab plädiert stattdessen für eine konstruktive Mitarbeit in der Programmatic Supply Chain Working Group.
- •adagents.json wurde als neuer Standard zum Ersatz von ads.txt vorgeschlagen, wird vom IAB Tech Lab jedoch als unnötig und unpräzise abgelehnt.
- •ads.txt unterstützt die Property-Identifikation über das OWNERDOMAIN-Feld sowie eine Subdomain-Struktur für länderspezifische Freigaben.
- •Das Supply Chain Object liefert einen lückenlosen Audittrail für Bid-Request-Pfade und ergänzt damit ads.txt und sellers.json.
