Apple geht juristisch gegen britische Forderung nach iCloud-Backdoor vor
Apple hat beim britischen Investigatory Powers Tribunal rechtliche Schritte gegen eine geheime Anordnung der britischen Regierung eingeleitet. Diese zielt darauf ab, Zugang zu verschlüsselten iCloud-Daten zu erhalten, einschließlich von Backups, die durch Advanced Data Protection (ADP) geschützt sind. Der Streit geht auf eine Verfügung des Home Office aus dem frühen Jahr 2025 zurück, die einen technischen Mechanismus zur Einsichtnahme in vollständig verschlüsselte Cloud-Inhalte fordert. Eine frühere, noch weiter gefasste Anordnung, die auch US-Nutzer umfasste, war nach Interventionen aus den USA fallen gelassen worden. Apple bestätigte gegenüber CNBC die Klageerhebung und hatte zuvor bereits Advanced Data Protection (ADP) für neue britische Nutzer deaktiviert; Bestandskunden werden diesen Schutz ebenfalls aufgeben müssen. Während das britische Innenministerium das Investigatory Powers Act als verhältnismäßig verteidigt, warnen Kritiker vor einer Hintertür in die Verschlüsselung und anhaltenden nationalen Sicherheitsbedenken der USA.
- •Apple reichte Klage beim U.K. Investigatory Powers Tribunal ein, um eine geheime Anordnung zum Zugriff auf verschlüsselte iCloud-Daten und ADP-geschützte Backups anzfechten.
- •Das britische Home Office forderte Anfang 2025 technische Mechanismen zur Entschlüsselung von Cloud-Daten, nachdem eine Ausweitung auf US-Nutzer zuvor nach US-Interventionen verworfen wurde.
- •Apple bestätigte den Schritt gegenüber CNBC; die Funktion Advanced Data Protection (ADP) wurde für neue britische Nutzer bereits deaktiviert und muss künftig auch von Bestandskunden abgeschaltet werden.
