Autoren protestieren gegen Ansprüche von Verlagen bei Anthropic-Vergleich
Autoren wehren sich gegen Verlage und Literaturagenten, die Ansprüche auf Auszahlungen aus dem 1,5 Milliarden US-Dollar schweren Urheberrechtsvergleich mit Anthropic erheben. Der im Juli 2026 endgültig genehmigte Vergleich sieht 3.000 US-Dollar pro unautorisiert genutztem Werk für die Urheber von fast 500.000 Titeln vor, wobei die Zahlungen bei noch verlegten Büchern zu gleichen Teilen zwischen Autor und Verlag aufgeteilt werden. Schriftsteller berichten jedoch, dass einige Verlage Zahlungen für Bücher fordern, deren Rechte längst an den Autor zurückgefallen sind, oder die vollen 100 Prozent beanspruchen. Auch Literaturagenten, die keine Rechteinhaber sind, erheben dem Vernehmen nach Ansprüche. Die Authors Guild und der Blog Writers Beware weisen darauf hin, dass diese Probleme eher auf mangelhafte Datenpflege als auf vorsätzliche Böswilligkeit zurückzuführen sein könnten, fordern jedoch eine rasche Klärung der Streitigkeiten.
- •Anthropic hat eine Urheberrechtssammelklage mit einem Vergleichsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar beigelegt; die endgültige Genehmigung erfolgte im Juli 2026.
- •Autoren von fast 500.000 Titeln haben Anspruch auf 3.000 US-Dollar pro unautorisiert genutztem Werk.
- •Verlage erheben angeblich unrechtmäßige Ansprüche auf Autoren-Auszahlungen, unter anderem für Bücher mit zurückgefallenen Rechten.
