Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2026 · Earnings Report · Quelle: Retail Dive · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
NRF prognostiziert 4,2% Umsatzwachstum im Weihnachtsgeschäft, verhaltene Saisoneinstellungen
Die National Retail Federation (NRF) prognostiziert für das Weihnachtsgeschäft (November bis Dezember 2026) ein Umsatzwachstum von 4,2% im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1 Billion US-Dollar. Der Handelsverband geht davon aus, dass fast die Hälfte des nominalen Wachstums auf reale Konsumausgaben zurückzuführen ist, trotz Inflationsdruck durch höhere Diesel- und Speicherpreise. Die saisonale Einstellung wird voraussichtlich verhalten ausfallen: Einzelhändler planen 325.000 bis 375.000 zusätzliche Arbeitskräfte, was einen 'Low hire, low fire'-Arbeitsmarkt widerspiegelt. Im Vorjahr wuchs der Umsatz um 3,1% auf 972 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit die NRF-Prognose. Die Prognose basiert auf Konjunkturindikatoren wie Konsumausgaben, Einkommen, Beschäftigung und Inflation, unter Ausschluss von Tankstellen, Autohändlern und Restaurants.
Die NRF-Prognose liefert eine wichtige Benchmark für den Einzelhandelsumsatz, ist aber nicht direkt für Adtech oder Marketing-Technologie relevant.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die NRF prognostiziert ein Umsatzwachstum von 4,2% im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1 Billion US-Dollar.
- Im Vorjahr wuchsen die Feiertagsverkäufe um 3,1% auf 972 Milliarden US-Dollar und verfehlten damit die NRF-Prognose.
- Einzelhändler planen, 325.000 bis 375.000 saisonale Arbeitskräfte einzustellen.
- Die NRF definiert die Weihnachtssaison als 1. November bis 31. Dezember.
- Die Prognose basiert auf Konjunkturmodellen, die Tankstellen, Autohändler und Restaurants ausschließen.
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US-Weihnachtsumsatz 2026: Prognose übertrifft erstmals 1-Billion-Dollar-Marke
Laut einer Prognose von Bain & Company werden die US-Einzelhandelsumsätze im November und Dezember im Jahresvergleich um 4,5 % steigen und erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten. Über die Hälfte dieses nominalen Zuwachses ist jedoch auf die Inflation zurückzuführen. Während für den stationären Handel ein moderates Plus von 2,5 % erwartet wird, wächst der E-Commerce-Sektor voraussichtlich um 9 %. Eine Konsumentenbefragung zeigt zudem eine rasant steigende Adoption von generativer KI: 24 % der US-Verbraucher planen, Plattformen wie Google Gemini, ChatGPT und Claude für ihre Weihnachtseinkäufe zu nutzen (Vorjahr: 17 %). Dämpfend auf das Konsumklima wirken anhaltend hohe Energiepreise, Zölle, Kreditkartenschulden und geopolitische Unsicherheiten. Retailern wird empfohlen, Pricing und Promotion-Strategien präzise auszutarieren und AI-Lösungen gezielt zur Optimierung der Customer Experience einzusetzen.
Weihnachtsshopper geben mehr aus, kaufen aber weniger
Die Umsatzprognosen für das Weihnachtsgeschäft sagen trotz rückläufiger Kaufabsichten der Verbraucher ein Wachstum in Dollar voraus. Höhere Preise, stabile Geschenkausgaben und schneller wachsender E-Commerce erklären den scheinbaren Widerspruch. Adobe erwartet für November und Dezember Online-Weihnachtsumsätze in den USA von 275,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr, während AlixPartners ein Gesamtwachstum von 4-7 % prognostiziert. Verbraucherumfragen von PwC, Sprout Social und Omnisend zeigen, dass viele Käufer ihre Ausgaben kürzen, auf günstigere Produkte ausweichen und nach Rabatten suchen, einige sogar Notfallfonds anzapfen. Geschenke für Kinder bleiben Priorität. Die Rolle von KI beim Einkaufen wächst: 29 % der Verbraucher nutzen KI für Weihnachtseinkäufe, hauptsächlich für Produktrecherche und Preisvergleiche. Adobe prognostiziert einen Anstieg des KI-gesteuerten Empfehlungsverkehrs zu Einzelhandels-Websites um 130 %.
E-Commerce übertrifft Einzelhandelswachstum im Weihnachtsgeschäft dank KI-Tools
Eine Prognose von Deloitte erwartet, dass der E-Commerce im Weihnachtsgeschäft 2026 (November 2026 bis Januar 2027) das allgemeine Einzelhandelswachstum deutlich überflügeln wird. Während die gesamten Einzelhandelsumsätze voraussichtlich um 4 bis 4,8 Prozent im Jahresvergleich auf 1,7 bis 1,71 Billionen US-Dollar steigen, wird für den Online-Handel ein Zuwachs von 7,5 bis 8,4 Prozent auf 316,1 bis 318,9 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Haupttreiber ist die zunehmende Nutzung von KI-Tools bei der Kaufentscheidung: Laut einer Studie von Bain & Company planen 24 Prozent der Konsumenten, ihre Produktsuche mit Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude zu starten – ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber 2025. Zudem stützt ein prognostizierter Anstieg des verfügbaren Einkommens um 4,5 bis 5,2 Prozent die Nachfrage. Händler, die frühzeitig Lagerbestände aufgebaut haben, um möglichen Zolländerungen zuvorzukommen, dürften von dieser starken Saison überproportional profitieren.
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