Beobachtetes Signal · 7. Sept. 2026 · Interview · Quelle: Meedia · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Score-Media-Manager setzen im Digitalgeschäft auf den Faktor Mensch
Im Gespräch mit MEEDIA erläutern Dominik Richarts und Christian Kusserow vom Regionalzeitungsvermarkter Score Media ihre Strategie im digitalen Werbemarkt. Sie betonen die Bedeutung persönlicher Beratung gegenüber rein automatisiertem Programmatic Buying und verweisen auf den Wert ihrer journalistischen Premium-Umfelder und zielgerichteten Zielgruppen. Score Media erreicht über 420 Tageszeitungsmarken und mehr als 60 Millionen Menschen, wobei der digitale Anteil bei rund 15 Prozent liegt und wächst. Das Unternehmen baut seine Prebid-Infrastruktur aus und führt neue programmatische Produkte ein, darunter exklusive Deals hinter Paywalls. Zudem wird im vierten Quartal eine nationale Newsletter-Advertising-Lösung gelauncht sowie in KI-Tools für Effizienz und Contextual Targeting investiert. Die Manager plädieren für nationale Datenschutzverfahren zur Beschleunigung deterministischer Identifier und sehen Vertrauen in Medienmarken als zentralen Treiber für Werbewirksamkeit.
Einblicke eines Regionalzeitungsvermarkters in Programmatic-Strategie, KI und Daten, die jedoch keine branchenverändernde Großinvestition darstellen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Score Media erreicht über 420 Tageszeitungsmarken und mehr als 60 Millionen Menschen.
- Score Media verfügt über täglich mehr als 3 Millionen erreichbare Abonnenten.
- Der digitale Umsatzanteil von Score Media liegt bei rund 15 Prozent und wächst.
- Score Media launcht im vierten Quartal eine nationale Newsletter-Advertising-Lösung.
- Score Media nutzt KI-Agenten für Contextual Targeting und interaktive E-Paper-Werbeformate.
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“MEEDIA is mentioned as the publisher of the interview (the site itself)....”
“Score Media is a German regional newspaper marketer mentioned as the employer and focus of the interview....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Publisher fordern messbare Wirkung statt bloßer Premium-Versprechen
In einem Interview betont Maik Rogge, dass der reine Verweis auf journalistische Qualität für Premium-Publisher nicht mehr ausreicht, da Werbetreibende einen nachweisbaren Impact fordern. Er skizziert einen kombinierten Ansatz aus quantitativen KPIs wie Viewability und qualitativen Kennzahlen wie Attention Metrics sowie Brand-Lift-Studien. Zudem beschreibt er Engagement-Signale wie aktive Lesezeit, Scrolltiefe und Verweildauer. Seine Organisation nutzt verhaltensbasierte First-Party-Segmente und eine semantische Targeting-Infrastruktur über einen Adobe-Stack, der täglich über eine Milliarde Server-Calls verarbeitet. Rogge verteidigt Nachrichtenumfelder gegen pauschale Brand-Safety-Ausschlüsse und sieht in semantischer KI den Schlüssel für präziseres Kontext-Targeting. Der Programmatic-Bereich soll Qualitätsmerkmale über Private Marketplaces und Guaranteed Deals einbinden, während KI die Kampagnenaussteuerung unterstützt, aber menschliche Kontrolle („Human in the Loop“) gewahrt bleibt.
Retail Media: Infrastruktur steht bereit, Markt fordert nun Performance-Nachweise
In einem MEEDIA-Interview betonen Daniel Siegmund (One Tech Group) und David von Hilchen (StackAdapt), dass die Retail-Media-Infrastruktur in Deutschland weitgehend etabliert ist. Um weiteres Marktwachstum freizusetzen, müssen nun belastbare Messungen, First-Party Data und intelligentere Kampagnen folgen. Laut Siegmund sind bereits rund 95 % der In-Store-Screens in Deutschland programmatisch über die SSP1 der One Tech Group buchbar. Für die nächste Entwicklungsstufe fordern die Experten verlässliche Nachweise zur Werbewirkung, Dynamic Creative Optimization und den gezielten Einsatz von KI-Agenten zur Kampagnenoptimierung und Mediaplanung. Zudem prognostizieren sie eine Zunahme auktionsbasierter Einkäufe und sehen klares Potenzial für unabhängige Omnichannel-DSPs neben den großen Plattform-Walled-Gardens. Händler, Tech-Anbieter und Werbetreibende werden zu gemeinsamen Proof-of-Concept-Tests aufgerufen.
Christopher Kaiser übernimmt als neuer CEO die Score Media Group
Der erfahrene Medien- und Digitalmanager Christopher Kaiser übernimmt die Geschäftsführung der Score Media Group. Kaiser bringt eine langjährige Vermarktungsexpertise sowie umfassende Erfahrung in der digitalen Transformation mit in das Unternehmen. Die Score Media Group, als führender crossmedialer Vermarkter regionaler Tageszeitungen in Deutschland, setzt mit dieser Personalie auf Kontinuität und Innovationskraft im Werbemarkt. Kaiser soll insbesondere die Weiterentwicklung digitaler Vermarktungsansätze, datengetriebener Werbelösungen und programmatischer Angebote vorantreiben, um die Reichweiten und Werbeformate regionaler Presseverlage noch effektiver und zukunftssicherer im nationalen Wettbewerb zu positionieren. Durch die Bündelung von Print- und Digitalinventar soll das Angebot für Werbetreibende und Agenturen weiter optimiert und die crossmediale Relevanz der Gattung nachhaltig gestärkt werden.
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