Beobachtetes Signal · 9. Sept. 2026 · Product Launch / Publication Change · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Ringier ersetzt SonntagsBlick durch neue Wochenendausgabe am Samstag
Ringier hat die Einstellung der traditionsreichen Sonntagszeitung SonntagsBlick angekündigt, die seit 1969 publiziert wird. Ab dem 9. Januar 2027 wird sie durch die neue Samstagsausgabe namens 'Blick fürs Wochenende' ersetzt. Die bisherige separate Samstagsausgabe von Blick wird in diese neue, 96-seitige und zweiteilige Wochenendpublikation integriert. Dieser strategische Schritt erfolgt vor dem Hintergrund massiv rückläufiger Schweizer Print-Werbeumsätze, die von 1,5 Milliarden Schweizer Franken im Jahr 2014 auf aktuell 600 Millionen gesunken sind. Von der Umstrukturierung sind keine Stellenstreichungen geplant, und die Redaktion behält ihre aktuelle Stärke. Die letzte Ausgabe des SonntagsBlicks erscheint am 27. Dezember 2026. Das neue Format bietet zudem eine erweiterte Sportberichterstattung sowie neue Kolumnen bekannter Schweizer Persönlichkeiten.
Restrukturierung einer großen Schweizer Verlagsmarke mit Relevanz für die Medienbranche, jedoch ohne direkten Einfluss auf AdTech-Plattformen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Ringier ersetzt den SonntagsBlick ab dem 9. Januar 2027 durch die neue Samstagsausgabe 'Blick fürs Wochenende'.
- Die bisherige Samstagsausgabe von Blick wird in das neue, 96-seitige und zweiteilige Wochenendblatt integriert.
- Die letzte Ausgabe des SonntagsBlicks erscheint am 27. Dezember 2026.
- Es sind keine Stellenstreichungen geplant; das Redaktionsteam bleibt in seiner aktuellen Stärke erhalten.
- Die Schweizer Print-Werbeumsätze sind von 1,5 Milliarden Franken im Jahr 2014 auf aktuell 600 Millionen Franken eingebrochen.
- Die neue Wochenendpublikation enthält eine erweiterte Sportberichterstattung und neue Kolumnen bekannter Persönlichkeiten.
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2 verknüpfte Unternehmen“Ringier has announced that its Sunday newspaper SonntagsBlick will be replaced by a new Saturday edition called 'Blick fürs Wochenende' star...”
“The separate Saturday edition of Blick will be merged into the new 96-page weekend publication....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
SonntagsBlick-Konkurrenz hält am gedruckten Sonntag fest
Ringier bereitet das nächste Kapitel für den SonntagsBlick vor, wobei Spekulationen über eine Vorverlegung der Zustellung auf Samstag die Runde machen. Die Konkurrenten Tamedia mit der SonntagsZeitung und die NZZ mit der NZZ am Sonntag bekräftigen indessen ihr Bekenntnis zum Sonntag als Publikationstag. Sie verweisen auf die ungebrochene Nachfrage der Leserschaft nach hintergründigem Journalismus am Wochenende und sehen keinen Anlass für eine Änderung des Print-Zeitplans. Ein möglicher Ausstieg des SonntagsBlick aus der Sonntagszustellung würde jedoch die Distributionskosten für die verbleibenden Titel erhöhen, da diese die Kosten für die Frühzustellung über die Presto Presse-Vertriebs AG gemeinsam tragen. Zwar verzeichnen beide Wettbewerber sinkende Leserzahlen, blicken der Zukunft der Sonntagszeitungen aber optimistisch entgegen.
Ehemaliger Chefredaktor warnt vor drohendem Aus für den SonntagsBlick
Peter Rothenbühler, ehemaliger Chefredaktor des SonntagsBlick und späteren Le Matin Dimanche, erklärte gegenüber der NZZ, dass die Tage der traditionsreichen Sonntagszeitung in ihrer heutigen Form gezählt sein dürften. Er führt den Niedergang primär auf wirtschaftliche Faktoren wie die hohen Vertriebskosten am Sonntag zurück und verweist auf die historische Entwicklung sowie den massiven Reputationsschaden durch die Borer-Affäre. Berichten des Magazins Republik zufolge könnte der SonntagsBlick zum Jahresende endgültig eingestellt werden. Ringier dementiert eine beschlossene Schließung zwar, prüft in einem internen Schreiben jedoch eine Verlegung auf den Samstag sowie eine mögliche Namensänderung. CEO Marc Walder betonte bereits zuvor, dass in einer digitalen Zukunft nur Medien mit extrem hoher Reichweite oder in exklusiven Nischen überleben werden. Die 1969 gegründete Zeitung erreichte einst eine Auflage von rund 400.000 Exemplaren.
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