Beobachtetes Signal · 19. Okt. 2026 · Policy Update · Quelle: Horizont · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
Medientage München: Große Baustellen der Medienbranche
Die 40. Medientage München (21.-23. Oktober 2026) bringen Vertreter aus Medien, Politik und Wirtschaft zusammen, um Schlüsselherausforderungen zu diskutieren: Einfluss von KI, Plattformmacht und die Zukunft des Journalismus. BLM-Präsident Thorsten Schmiege und Medien.Bayern-Chef Stefan Sutor betonen Sorgen um digitale Souveränität, sinkende journalistische Sichtbarkeit auf Social-Plattformen (z.B. nur ca. 1 % im TikTok-Feed) und Verlagerung der Werbeerlöse. Geplant sind Panels zu TV, Audio und KI. Ein Digitaler Medien-Staatsvertrag soll die Auffindbarkeit journalistischer Inhalte in Empfehlungssystemen verbessern, möglicherweise mit Quoten (10-20 % laut BLM-Studie). Diskutiert werden auch der Rechtsstatus von Podcastern, KI-Transparenzregeln und mögliche Digitalabgaben für große Plattformen zur Sicherung der Medienvielfalt.
Der Artikel thematisiert regulatorische und branchenbezogene Herausforderungen für Medien und Werbung, einschließlich KI-Governance und Plattform-Auffindbarkeit, die für AdTech und Medienmonetarisierung hochrelevant sind. Er zeigt mögliche politische Änderungen auf, die werbefinanzierte Plattformen und die Sichtbarkeit journalistischer Inhalte beeinflussen könnten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die 40. Medientage München finden vom 21.-23. Oktober 2026 im Werksviertel München statt, mit über 5.000 erwarteten Teilnehmern.
- Laut BLM-Studie macht journalistischer Inhalt im durchschnittlichen TikTok-Feed nur noch etwa 1 % aus.
- Die Bundesländer planen einen Digitalen Medien-Staatsvertrag, um die Auffindbarkeit journalistischer Inhalte in sozialen Feeds und Empfehlungssystemen zu verbessern.
- Eine BLM-Studie mit der LFM NRW zeigt, dass Nutzer einen Informationsanteil von 10-20 % als bereichernd empfinden.
- Der Entwurf des Digitalen Medien-Staatsvertrags befindet sich in der Anhörung; Stellungnahmen sind bis zum 13. November möglich.
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1 verknüpfte Unternehmen“BLM-Präsident Thorsten Schmiege äußert sich zu digitaler Souveränität, der Rolle von Plattformen und journalistischer Sichtbarkeit; die Orga...”
Ontologie & Marktkonzepte
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Medientage München feiern 40. Jubiläum unter dem Motto „Own it!“
Die Medientage München feiern vom 21. bis 23. Oktober 2026 ihr 40-jähriges Jubiläum unter dem Motto „Own it!“. Im Fokus stehen digitale Souveränität, technologische Unabhängigkeit sowie die strategische Positionierung von Medienorganisationen angesichts von Künstlicher Intelligenz und Plattformökonomie. Veranstaltet von der Medien.Bayern GmbH, weitet sich das Konzerngeschehen neben dem House of Communication auf zwei weitere Standorte im Münchner Werksviertel aus: Werk1.4 und das Technikum. Erwartet werden über 350 Speaker in mehr als 100 Panels, Masterclasses und Meetups. Zu den hochkarätigen bestätigten Rednern zählen Top-Entscheider von ProSiebenSat.1, RTL, Netflix, Leonine und Zeit Online sowie hochrangige Vertreter aus der Medienpolitik. Die feierliche Eröffnung wird von der bekannten Journalistin Eva Schulz moderiert.
BLM-Chef dämpft Erwartungen an Digitalsteuer
Thorsten Schmiege, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und aktuell Vorsitzender der DLM, äußerte sich skeptisch über die geplante Digitalabgabe für große Plattformen wie Google und Meta und sagte, diese stecke 'in einer Sackgasse'. In einem exklusiven Interview mit MEEDIA betonte er, dass das Kernproblem die fehlende digitale Souveränität und ungleiche Haftungsregeln seien. Er fordert ein abgestuftes Haftungssystem und eine Vielfaltsverpflichtung für Plattformen, da Transparenz allein nicht ausreiche. Zudem warnte er vor Nachteilen für kleinere Anbieter durch exklusive Vereinbarungen zwischen Plattformen und großen Medienhäusern und erörterte die Auswirkungen von KI auf die Medienaufsicht, einschließlich des KI-Kompetenzzentrums der BLM und der Zulassung des weltweit ersten KI-Radios.
Lokalmedientagung: Qualität und KI als strategische Erfolgsfaktoren
Am 10. Juni 2026 versammelten sich über 80 Medienfachleute zur Lokalmedientagung, die gemeinsam vom Verlegerverband Schweizer Medien und dem MAZ organisiert wurde. Die Konferenz im Jahr 2026 beleuchtete drei zentrale Themenschwerpunkte: den Werbemarkt, Künstliche Intelligenz sowie die Nachwuchsförderung im Lokaljournalismus. Silvano Oeschger plädierte für eine stärkere Konsolidierung im digitalen Werbemarkt und betonte, dass Stärke vor allem durch Kooperation entstehe. Reto Vogt, Chief Product Officer beim MAZ, erläuterte, dass KI die Distribution automatisieren könne, während die redaktionelle Inhaltserstellung in menschlicher Hand bleibe. Christian Mensch von den CH Regionalmedien hob trotz angespannter Finanzlagen das Potenzial junger Nachwuchskräfte hervor und empfahl praxisnahe Massnahmen wie Schnupperlehren und Sommerpraktika zur Rekrutierung. Der Artikel wird durch eine Fotogalerie der Veranstaltung abgerundet.
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