Beobachtetes Signal · 12. Okt. 2026 · Conference Panel Discussion · Quelle: The Drum · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Positiv
McCanns Tina Allan: Markenvertrauen durch Handwerkskunst
Auf der Advertising Week New York diskutierte ein Panel, moderiert von The Economist, wie Marken in einer Ära KI-generierter Inhalte Vertrauen aufbauen können. Eine Studie von The Economist und McCann ergab, dass 79% der B2B-Entscheider eine Marke nach einem Vertrauensbruch fallen ließen. Tara Marsh von Bain & Company betonte die wachsende Bedeutung der Glaubwürdigkeit von Inhaltsquellen. Tina Allan, Global Chief Solutions Architect bei McCann, argumentierte, dass konsistente Markenbotschaften und kreative Handwerkskunst über alle Kanäle hinweg entscheidend seien. Sie stellte eine Sieben-Punkte-Skala zur Bewertung kreativer Arbeit vor und betonte die Notwendigkeit von Engagement. Allan kritisierte auch den Mangel an Kreativität im Retail Media, insbesondere bei Walmart Connect, und forderte Werbetreibende auf, bessere Creatives in Mediaplänen einzufordern. Sie sieht KI als Werkzeug zur Verbesserung der Handwerkskunst, nicht als Ersatz, und unterstrich die Rolle menschlichen Urteilsvermögens bei der Governance.
Der Artikel diskutiert allgemeine Prinzipien von Markenvertrauen und kreativer Handwerkskunst, kündigt jedoch kein spezifisches Unternehmensereignis, keine Produkteinführung oder keine große Branchenveränderung an. Es handelt sich um einen Kommentar von einer Branchenkonferenz mit begrenzter direkter Auswirkung auf die AdTech-Operationen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Eine Studie von The Economist und McCann ergab, dass 79% der B2B-Entscheider eine Marke nach einem Vertrauensbruch fallen ließen.
- McCanns Tina Allan verwendet eine Sieben-Punkte-Skala zur Bewertung kreativer Arbeit, wobei fünf ihr Favorit ist.
- Allan nannte Retail Media und Walmart Connect als Beispiele, wo Kreativität oft vernachlässigt wird.
- Bain & Company nutzt KI-Agenten zur Umwandlung von Berichten in Social Assets, überdenkt aber nach einem Fehler die menschliche Qualitätskontrolle.
- The Economist hält beauftragte Arbeiten, wie den Resilient Food Systems Index für Cargill, an unabhängige Forschungsstandards.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“The Economist Enterprise Session auf der B2B MX Bühne.”
“Tina Allan, Global Chief Solutions Architect bei McCann.”
“Tara Marsh, Executive Vice-President of Global Practice and Account Marketing bei Bain & Company.”
“Sie führte Mastercards Kampagne 'Priceless' als Beispiel an.”
“Sie verwies auf Retail Media und Walmart Connect, wo Produkte direkt verkauft werden müssen.”
“Sie entlieh ein Zitat von Google, um die richtige Haltung zu beschreiben.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Cannes entdeckt nach KI-Fixierung den menschlichen Faktor neu
Auf dem Cannes Lions Festival 2026 beobachtete Nadja Bellan-White von M&C Saatchi North America eine spürbare Verlagerung der Gespräche weg von reiner KI-Fixierung hin zu menschlicher Insight, Kreativität und Vertrauen. Zwar bleibt AI stark präsent, doch laut Bellan-White, Jurorin bei den Creative Business Transformation Lions, bilden Kampagnen mit echtem menschlichen Verständnis und messbarem Impact den erfreulichsten Trend. Unter Verweis auf Studien der Weltgesundheitsorganisation und des Edelman Trust Barometers betont sie die zunehmende gesellschaftliche Fragmentierung und das schwindende Vertrauen in Institutionen. Marketer tragen demnach die Verantwortung, dieses soziale Vertrauen durch gezielten Technologieeinsatz wiederherzustellen. Bellan-White warnt, dass CMOs mit beispielloser Komplexität konfrontiert sind, und fordert, Technologie zur Stärkung der menschlichen Kreativität statt zu deren Ersatz zu nutzen.
Wie Marken im KI-Zeitalter nachhaltiges Kundenvertrauen aufbauen können
The Drum hat Branchenexperten zur Bedeutung von Vertrauen im modernen Marketing befragt, während KI-Agenten, Datenschutzregulierungen und First-Party-Data-Strategien Kundenbeziehungen grundlegend verändern. Zahlreiche Marketing-Führungskräfte betonen, dass Vertrauen nicht durch Kampagnen künstlich erzeugt werden kann, sondern über Produktqualität, konsistente Customer Experience, Transparenz und verlässliche menschliche Fallback-Optionen bei automatisierten Systemen erarbeitet werden muss. Als Best Practices gelten Marken wie Beauty Pie, REI, Notion, Monzo und Octopus Energy, gestützt durch Taktiken wie Digital PR, Customer Stories und lokalisierte Botschaften. Experten warnen davor, den Kundenservice vollständig an KI zu übertragen, ohne einfache menschliche Eskalationspfade bereitzustellen, da dies das Vertrauen nachhaltig beschädigt. Gleichzeitig verlagern Agentic Search und KI-Assistenten die Kontaktpunkte, an denen Vertrauen künftig entsteht.
Zwei Drittel der Verbraucher wenden sich untragbaren Marken ab
Eine neue McCann-Studie („The Truth About Global Brands“) mit über 20.000 Befragten in 20 Märkten offenbart eine wachsende Vertrauenskrise, die erhebliche Risiken für Marken birgt. Den Ergebnissen zufolge ist es für 72 % wichtiger denn je, Wahrheit zu priorisieren, während 55 % angeben, dass Marken vor 20 Jahren ehrlicher waren. Zudem befürchten 76 %, bald Menschen nicht mehr von KI unterscheiden zu können. 69 % der Konsumenten haben bereits Marken verlassen, denen sie nicht mehr vertrauen, und 80 % würden vertrauenswürdige Marken aktiv wählen. Mehr als die Hälfte (53 %) fordert von Marken Offenheit beim Einsatz von KI in der Werbung. McCann Global CEO Tyler Turnbull betont Authentizität, kulturelles Feingefühl und Transparenz – insbesondere bezüglich KI –, um verlorenes Vertrauen nachhaltig zurückzugewinnen.
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