Beobachtetes Signal · 8. Okt. 2026 · Market Analysis · Quelle: Gründerszene (DACH Startups & Scaleups) · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Antler-Studie: Faktoren für Series-A-Erfolg deutscher Startups
Eine neue Analyse der Wagniskapitalgesellschaft Antler zeigt, dass nur 24% der deutschen Startups den Übergang von der Seed- zur Series-A-Finanzierung schaffen. Die Studie, die 27.602 Finanzierungsrunden von über 3.000 Startups zwischen 2015 und 2026 untersuchte, identifiziert fünf Schlüsselfaktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Series-A-Runde deutlich erhöhen: Mindestens 2 Millionen Euro in der Seed-Runde, einen institutionellen VC als Lead-Investor, mindestens drei Investoren in der Seed-Runde, die erneute Beteiligung eines Pre-Seed-Investors an der Seed-Runde und den Abschluss der Seed-Runde innerhalb von zwölf Monaten nach der Pre-Seed. Startups, die alle fünf Kriterien erfüllen, erreichen in 51,1% der Fälle eine Series A. Die Analyse hebt auch die wachsende Kluft zwischen Neugründungen und Anschlussfinanzierungen hervor: 2025 wurden 3.568 Startups gegründet, aber nur 71 erreichten die Series-A-Runde. Trotzdem bleibt Deutschlands Konversionsrate von 18,9% für den Jahrgang 2022 im europäischen Vergleich stark.
Die Studie bietet wertvolle Einblicke in die Start-up-Finanzierungslandschaft in Deutschland, die für die AdTech/MarTech-Branche relevant ist, da sie Investitionstrends und Erfolgsfaktoren aufzeigt, die Startups und Investoren als Orientierung dienen können. Sie ist jedoch kein direktes Branchenereignis oder eine Produkteinführung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Nur 24% der deutschen Startups schaffen den Übergang von der Seed- zur Series-A-Finanzierung.
- Antler analysierte 27.602 Finanzierungsrunden von über 3.000 Startups zwischen 2015 und 2026.
- Startups, die alle fünf Schlüsselkriterien erfüllen, erreichen in 51,1% der Fälle eine Series A.
- 2025 wurden in Deutschland 3.568 Startups gegründet, aber nur 71 erreichten die Series-A-Runde.
- Deutschlands Series-A-Konversionsrate liegt für den Jahrgang 2022 bei 18,9%.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“Laut einer Analyse des Wagniskapitalgebers Antler schaffen es nur 24 Prozent der deutschen Startups von der Seed- in die Series-A-Runde....”
“Zu den Investoren, die Startups für eine Series A ins Visier nehmen können, zählen unter anderem Cherry Ventures, HV Capital, Atlantic, UVC ...”
“Zu den Investoren... zählen unter anderem Cherry Ventures, HV Capital, Atlantic, UVC Partners, Speedinvest und Earlybird....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Gemischte Gründerstimmung, aber starke Startup-Chancen in Deutschland
Eine Bitkom-Umfrage zur „Startup-Stimmung 2026“ zeigt, dass rund die Hälfte der Gründerinnen und Gründer erneut in Deutschland gründen würde; 20 Prozent würden ein anderes EU-Land und nur 7 Prozent die USA bevorzugen. Trotz anhaltender Kritik an Bürokratie, Regulierung und Kapitalzugang bleibt die Dynamik – insbesondere bei B2B- und Industrieanwendungen – stark. Laut Deutschem Startup-Monitor und Applied AI Institute zählt Deutschland etwa 900 KI-Startups, von denen über 90 Prozent im B2B-Bereich agieren und kürzlich über 2 Milliarden Euro erhalten haben. Viele schätzen die Nähe zu Industriekunden und realen Anwendungsfeldern. Zudem plant der Europäische Investitionsfonds einen Dachfonds von rund 15 Milliarden Euro, um die auf etwa 70 Milliarden Euro geschätzte Finanzierungslücke in der späten Phase zu verringern. Autor ist Jasper Roll von Haufe Group Ventures.
Valley of Death: Wachstumshemmnisse für deutsche Health-Startups
Ein Berliner Tagesspiegel-Fachforum hat beleuchtet, warum deutsche Health-Startups oft an der Skalierung scheitern: Öffentliche Seed-Finanzierungen laufen vor der Profitabilität aus, während regulatorische Hürden und die Risikoaversion von Investoren das sogenannte Valley of Death verschärfen. Hochkarätige Diskussionsteilnehmer wie TK-Chef Dr. Jens Baas, Dr. Achim Plum vom High-Tech Gründerfonds und Bitkom-Vertreterin Lena Hornecker betonten, dass Kapital für spätere Phasen Mangelware ist und rund 80 Prozent der Exits über 20 Millionen Euro ins Ausland, vor allem in die USA, abwandern. Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen wurden sechs Maßnahmen vorgeschlagen: Kapitalmobilisierung, Bürokratieabbau, die Rolle des Staates als Ankerkunden, die Harmonisierung von Gesundheitssystemstrukturen inklusive digitaler IDs, die Steigerung von Gründerinnenquoten sowie die Förderung von Reinvestitionen durch Gründer und Investoren.
Deutsches VC-Wachstum: US-KI-Gigadeals halten den Abstand
Der deutsche Venture Capital-Markt ist stabil in das Jahr 2026 gestartet: Laut dem KfW Venture Capital Dashboard sammelten deutsche Start-ups im ersten Quartal 2026 rund 1,7 Milliarden Euro ein – ein Plus von sechs Prozent im Jahresvergleich, aber ein Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2025. Auf Series A- und B-Runden entfielen etwa 726 Millionen Euro, während Scale-up-Runden (Series C+) 714 Millionen Euro ausmachten. Deutsche KI-Start-ups schlossen 71 Runden über insgesamt rund 967 Millionen Euro ab und machten damit 58 Prozent des Marktvolumens aus (gegenüber rund 43 Prozent im Vorjahr). Demgegenüber steht der US-Markt, in dem eine Handvoll KI-Gigadeals – insbesondere OpenAI, Anthropic, xAI und Waymo – im ersten Quartal 188 Milliarden US-Dollar (rund 160,6 Milliarden Euro) einbrachten. Mehr als drei Viertel des Kapitals in Deutschland stammten von ausländischen Investoren, wobei US-Investoren 34 Prozent bereitstellten. KfW-Chefökonom Dirk Schumacher warnte, dass steigende Zinsen die Mittelbeschaffung in den kommenden Monaten erschweren könnten.
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